FT1DE von YAESU – Mein Eindrücke mit dem Handfunkgerät

Das FT1DE ist seit einigen Wochen auch in Deutschland erhältlich. YAESU hat es angedroht und nun wahr gemacht. Endlich bekommen wir ein zweites digitales Verfahren für Sprach- und Datendienste in die Hände gelegt. Wir alle haben darauf gewartet nochmals in Infrastruktur zu investieren und weitere Geräte für gutes Geld zu kaufen. Da Amateurfunker ja so experimentierfreudig sind, haben sie stets zwei der teuersten Handfunkgeräte in der Tasche, um in D-STAR und nun auch C4FM QRV zu sein. Nein, Ernst bei Seite, hier ein paar meiner Eindrücke mit dem neuen FT1D von YAESU.

Obwohl es vielleicht seltsam klingt, aber ich habe mir das FT1D nicht gekauft, um damit einen weiteren Ausflug in die tolle digitale Welt zu machen. Das Kapitel „Digitale Wunderwelt“ habe nach der bitteren Enttäuschung mit D-STAR (interner link) für die nächsten Jahre abgeschlossen. Ich scheine nicht allein diese Erfahrung gemacht zu haben, denn D-STAR führt bis heute ein Schattendasein.

Wer sich anschauen möchte, wie man ein FT1DR auspackt, dem empfehle ich mein Video  :)

Ich habe mir das FT1DE gekauft, weil ich nach längerer Zeit mit chinesischem Elektroschrott, mal wieder was konkretes in der Hand haben wollte. Ein Handfunkgerät mit dem ich 2m und 70cm gleichzeitig hören kann, bestenfalls noch ein Breitbandempfänger nebst UKW-Radio eingebaut ist und vielleicht noch ein technisches Gimmick zum Spielen. Dieses schrille Gequake aus dem WOUXUN-Lautsprecher hatte ich einfach satt, ebenso das ständige Gejammer über meine zu leise und schlechte Modulation. Auch schien die Software immer anfälliger zu werden, es schalteten sich immer seltsame Frequenzen ein, die ich gar nicht gewählt habe. Dennoch befinden sich Preis/Leistung in einem gutem Verhältnis.

Eine Zeit lang haderte ich mit der Anschaffung eines ID-51, oder der des FT1DE.  Am Ende war es das YAESU-Handy. Das ID-51 hatte ich für mich abgewählt, weil es keine 10-Tastatur hatte, keinen Breitband-Empfänger und nur das unpraktische und vor allem ungebräuchliche APRS via D-STAR anbietet. Trotzdem es für meine Belange weniger bietet, kostet es annähernd 100€ mehr. Allerdings hat das ID-51 auch Dinge auf der Haben-Seite. Da wäre das große, halbwegs moderne Display und, wenn man es mag, D-STAR, was zumindest eine gewisse Infrastruktur vorweisen kann.

Wissenschaftliche Messprotokolle, abstrakte Diagramme mit mathematischen Zauberformeln sowie die Hurra-Meldungen über das FT1DE wird man sicher in einschlägigen Fachzeitschriften lesen können. Immerhin werden diese dafür bezahlt. Ich beschränke mich auf den praktischen Wert und das auch noch aus meinem persönlichen Blickwinkel.

 Was mir am FT1DE gefällt:

  • Ein Programmierkabel (SCU-18) ist Bestandteil des Lieferumfangs. Es ist keine weitere Beschaffung von meist teurem Zubehör nötig um das Gerät mittels Software zu konfigurieren. Das Kabel hat ein klobiges Plastikteil in der Mitte, sieht seltsam aus, stört aber nicht.
  • Selbst die Programmier-Software (FT1DR/DE ADMS-6 Programming Software) für das FT1DE ist kostenlos und kann auf der Webseite von YAESU geladen werden. Es gab Zeiten, da durfte man solche Software extra bezahlen, vom Programmier-Kabel ganz zu schweigen. Die Software ist ausschließlich für Windows erhältlich.
  • Dem FT1DE liegt eine deutsche Bedienungsanleitung bei, diese ist ausführlich und verständlich gestaltet. Angenehm finde ich auch das dass Handbuch nicht in A4 gedruckt ist, sondern in A5. Ergonomisch für mich perfekt, weil ich Handbücher gerne auf der Couch lese während im TV irgendeine Dokumentation über Weltall, Krieg oder Tiere läuft.
  • Schön ist der Trend „SD-Speicherkarten“ in Funkgeräte einzubauen. Entscheidend ist aber, was man damit dann alles anstellen kann. Sprachaufzeichnungen wie beim ID31/ID51 sind nicht möglich, schade. YAESU hat seinen Kunden übrigens keine SD-Card spendiert, der Slot war leer. ICOM war spendabler und hat eine 2GB beigelegt. Allerdings auch nur beim ID-31, nicht mehr beim ID-51.
  • Echt gelungen finde ich die „Mute“-Taste. Einmal drauf drücken und das FT1D gibt keinen Laut mehr von sich.
  • Man kann zwei Frequenzen überwachen, zum Beispiel auf 70cm und 2m, und dann noch zusätzlich Radio hören. Sofern dann auf 2m oder 70cm ein Signal auftaucht, wird das Radio weggeschalten. Wenn auf den Kanälen wieder ruhe eingekehrt ist, schaltet das FT1D das Radio wieder ein.
  • In Sachen „Audio“ scheint das FT1D wirklich gut zu sein. Ohne Aufforderung bescheinigten mir verschiedene OMs, mit denen ich oft auf dem örtlichem Relais spreche, eine sehr gute Modulation. Auch die Wiedergabe aus dem Lautsprecher ist ordentlich, laut und sehr angenehm. Beim ID-31 wurde oft eine katastrophale Modulation beklagt. Der Work-Around bestand aus der Zerstörung des Handfunkgerätes – dem zerstechen einer Membrane. Beim ID-51 soll wohl nachgebessert worden sein.
  • Ein GPS-Empfänger ist eingebaut und man kann tatsächlich APRS machen, mit 1200 Baud oder mit 9600 Baud. Die Möglichkeiten der Einstellungen sind umfangreich. Somit stellt das FT1D sicher eine ernste Konkurrenz zum mega-hässlichem TH-D72e von Kenwood dar. Für die APRS-Funktionen des FT1D gibt es übrigens ein umfassendes Handbuch mit nahezu 70 Seiten. Allerdings nicht in Papierform, sondern als PDF. Damit kann ich leben, ich finde das sogar gut. Denn dieses und auch das eigentliche Handbuch vom FT1D habe ich in deutscher Sprache nun auf mein Nexus 7. Übrigens habe ich auf diesen Tablet nahezu alle Dokumentationen und Handbücher und habe sie immer Griffbereit.

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Das sind nun eine Menge nette Worte für das FT1D. Nicht nur Münzen, auch Funkgeräte haben zwei Seiten. Es gibt zum FT1DE einige Dinge die mir nicht gefallen oder schlimmer, die einfach nur dämlich gelöst sind.

Unsere ach so innovativen Globalplayer unter den Herstellern von Amateurfunkgeräten haben ja fast 10 Jahre gebraucht um die USB-Schnittstelle zu entdecken. Dafür hat man alles mögliche digitalisiert, nicht nur Anzeigen. Der vermeintlich heilige Gral „DSP“ wird bis heute immer ganz groß angepriesen. Aber mehr als das Signale in ihrer Tonhöhe verändert werden und sonstige Audio-Verstümmelungen unsere verwöhnten analogen Ohren bis zum Erbrechen foltern leisten DSPs bis heute nicht wirklich.

So wird es offensichtlich noch 10-20 Jahre dauern bis z.B. YAESU modernere Displays entdeckt, ich verlange ja nicht mal ein Farbdisplay. Das FT1DE hat ein lächerliches LC-Display auf dem sehschwache ohne Brille die einzelnen Punkte zählen könnten. Gerade weil man mit dem FT1D soviel machen kann ist es einfach schade, Potential wird nicht genutzt.  Die Darstellung vom Kompass oder die der vielen Listen, besonders bei APRS, würde mit einem modernen Display eindeutig gewinnen. So werden Informationen nur in kryptischen, nicht merkbaren, Abkürzungen dargestellt, oder auch gar nicht.

Kein optischer Indikator für aktiven GPS-Empfänger

Der GPS-Empfänger verbraucht naturgemäß eine Menge Strom. Laut Handbuch sollen das 40mA sein was die Akku-Laufzeit gleichzeitig um 20% verringert. Dummerweise hat man nicht daran gedacht dem lizenzierten Endanwender des FT1DE diesen Betriebszustand direkt anzuzeigen. Man ist also gezwungen ins Menü zu gehen um zu sehen ob man den GPS-Empfänger deaktiviert hat. Das habe ich gelernt nachdem ich mich wunderte warum den der Akku so schnell leer gelutscht ist. Hier würde ein kleines Symbol reichen. Selbstverständlich hat man auch keinen sofort sichtbaren Indikator für GPS-Satelliten – ob man also eine Position ermitteln kann oder nicht. Das ist nicht nur schade, sondern Schlamperei.

ft1de-display

Menüorgie wenn man APRS und GPS benutzen möchte.

Für viele Funkamateure die sich möglicherweise das FT1DE kaufen möchten, ist die APRS und GPS-Funktion sicher eine der interessantesten Funktionen. Leider sind diese beiden elementaren Funktionen nicht mit einem Tastendruck zu aktivieren. Man muss jeweils getrennt APRS und GPS im Benutzer-Menü anwählen und aktivieren.  Dabei darf man 5x auf Tasten drücken und reichlich am Regler drehen um die entsprechenden Menüpunkte zu erreichen um diese dann zu bedienen. Man kann sich daran gewöhnen, aber Spaß ist was anderes.

Datum und Uhrzeit sind geheim!

Im Menü des FT1DE kann man Datum und Uhrzeit eingeben. Man kann diese Dinge sogar automatisch vor GPS ermitteln. Aber aus irgendeinem Grund wird die Uhrzeit nicht im Display angezeigt. Okay, die Uhrzeit steht auf jedem Smartphone oder manche, wie ich, benutzen sogar noch echte Uhren. Trotzdem kann doch die Uhrzeit irgendwo auf dem Display stehen… verdammt nochmal.

Gürtel-Clip hat nur eine metaphorische Funktion

Wikipedia zu metaphorisch/Metapher: „…bei der ein Wort nicht in seiner wörtlichen, sondern in einer übertragenen Bedeutung gebraucht wird, und zwar so, dass zwischen der wörtlich bezeichneten Sache und der übertragen gemeinten eine Beziehung der Ähnlichkeit besteht…“

Der mitgelieferte Gürtelclip vermittelt mir den Eindruck einer akute Gefahr für das FT1DE. Der Clip IST unpraktisch bis sinnlos. Das Ding ist zu schmal und zu starr. Bevor ein mechanisches Gelenk nachgibt, bricht dieses Kunststoffteil einfach vom Akku ab und das Funkgerät liegt auf der Straße. Man kann den Clip nicht abspreizen sodass man ihn mühelos irgendwo befestigen kann. Wenn man den Clip zu sehr aufdehnt um ihn irgendwo einzustecken, könnte das Kunststoffteil auch einfach abrechen. Der Clip ist schlicht nicht vertrauenswürdig. Er ist zwar da, und sieht auch aus wie ein Gürtel-Clip ist aber besser nicht als solcher zu verwenden. Totalausfall!

ft1de-guertel-clip

FT1DE mit kurzem Atem – zweiter Akku macht Sinn.

Mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt. Wir kaufen einen Drucker und der mitgelieferte Toner oder die Farbpatronen sind mehr als halb leer. Der mitgelieferte Akku (FNB-101Li – 1100mAh) vom FT1DE ist ganz klar zu gering dimensioniert. Selbst ohne GPS, ohne APRS, ohne aktivierten digitalen Sprach-Quark C4FM und auch mit nur einem aktivierten Band, reicht der Akku nicht für einen kompletten Tag.

ft1de-akku-FNB-101Li

Das war beim UV5r ganz anders. Also großartige Outdoor-Geschichten oder Wanderung mit einer schönen APRS-Spur wobei man noch auf 70m Standby ist, sind  absolut illusorisch. Das sind nette Märchen aus der Werbeabteilung die mit der Realität nichts zu tun haben. Hierfür braucht man noch einen zweiten Akku zum wechseln der deutlich mehr Power liefert. Der FNB-102Li bietet 1800mAh und kostet einen ordentlichen Batzen Geld.

Voller Körpereinsatz für die Lautstärke.

ft1de-lautstaerkeFür mich das absolute Highlight, die Speerspitze der Ingenieurskunst aus dem Lande Godzillas, der auf- sowie untergehenden Sonne und der totsicheren Atomreaktoren in Tsunamiregionen… die zweihändige Lautstärkeregelung. Endlich sind die vorbei, die unleidlichen Zeiten in denen man die Lautstärke mit einem simplen Regler einstellen konnte. Dem schlichten Regler der sich zwischen zwei Fingern bewegen lies und dabei wie von schwarzer Magie befohlen die Lautstärke veränderte. YAESU zeigt uns am FT1DE das es ganz anders geht. Um die Lautstärke zu ändern muss man gleichzeitig eine Taste unter der PTT drücken. Wenn man das mit nur einer Hand versucht, kann es passieren man sich einen oder gleich alle Finger bricht. Bei privat Krankenversicherten ist das kein Problem. Kassenpatienten sollten sich hier vorsehen. Man muss das FT1DE in die Hand nehmen, mit einer Hand die „Ich will die Lautstärke verändern-Taste“ drücken und mit der anderen kann man dann am Regler drehen. Was würde wohl Sakou, JA1MP (Gründer v. YAESU, 1928-1993) zu solchen Verbrechen sagen? Hiermit sende ich eine virtuelle Ohrfeige an den zuständigen Entwickler –  石の上にも三年。“ – „Ishi no ue ni mo san’nen.

Bemerkung zum Original-Zubehör des FT1DE

Ich denke jeder hat schonmal die frustrierende Erfahrung gemacht, dass Original-Zubehör vom Hersteller nicht immer etwas mit besserer oder haltbarer Qualität zu tun hat. Nur eines ist immer sicher, Original-Zubehör ist deutlich teurer als vergleichbare Angebote. Und trotz besseren Wissens, kaufe ich doch hin und wieder Originales. Der Preis ist einfach noch unter dem Wahrnehmungsradar von meinem Empörungsdetektor.

So habe ich mir gleich ein externes Mikrofon gekauft. Das  MH-34B4B hat etwas weniger als 30 € gekostet. Dummerweise hat dieses Mikrofon keinen Taster für den Rufton, das ich wirklich schlecht. Ob das FT1DE auf dem Beifahrersitz im Auto liegt oder es sich in einer Seitentasche vom Rucksack befindet. Man muss es rauskramen um ein Relais zu öffnen. Ebenfalls unangenehm ist die überlaute und somit verzerrte Modulation auf die ich mehrfach aufmerksam gemacht worden war. Dummerweise kann man am FT1DE die Mikrofonverstärkung wohl nicht getrennt für das interne und externe Mikro einstellen. Beim ID31/ID51 geht das.

Absolut wahnsinnig ist man wohl beim MH-85A11U geworden. Ebenfalls ein externes Mikrofon von YAESU allerdings mit eingebauter Snapshot-Cam. Das Mikro ist klein, hässlich und mega-teuer. In deutschsprachigen Shops habe ich das Teil für sage und schreibe 120 € gesehen. Die Snapshots soll man dann über das digitale Geraffel namens „C4FM“ übermitteln. Wahrscheinlich ist das Teil so teuer weil die „Kamera“ eine sensationelle Auflösung von max. 320×240 anbietet. Wo zum Teufel bekommt man heute noch Chips mit dieser erbärmlichen Auflösung her? Diese armseligen 320×240 Pixel-Chips hat YAESU bestimmt extra anfertigen lassen. Was sollen solche Produkte im Jahr 2013. Wer soll sich solche „Fotos“ anschauen und sich noch gleichzeitig darüber freuen? Die Rechtfertigung für einen solchen Unsinn wird sicher sein, dass es größere Aufnahmen die Bandbreite der Übertagungsgeschwindigkeit von C4FM zu sehr in Anspruch nehmen.

Fazit – bitte selber basteln

Für mich persönlich ist das FT1DE trotz aller Punkte ein gutes Gerät. Wie immer gibt es gute und weniger gute Details am Gerät. Da die Schwerpunkte bei den Funktionen jeder individuell setzt und auch die Akzeptanz-Schwelle für nachteiliges sehr unterschiedlich ist, muss jeder für sich abwägen ob ein Kauf in Frage kommt. Natürlich spielt auch der Preis immer eine Rolle.

FT1DE – Informationen und Dateien:

8 Kommentare

  1. Wunderschön bildlich dargestellt. Ich fühle mich an Antons Funkperlen erinnert.
    Leider gibt es zu wenige OM’s, die auch mal öffentlich Kritik üben, weiter so.

    vy73s

  2. Hallo Ron,

    erst mal danke für deine tollen Erfahrungsberichte. Ich finde es toll, dass die eine gewisse „subjektive Färbung“ haben, sind ja Erfahrungsberichte und keine Produktflyer ;-) Und da jeder andere Schwerpunkte hat, können die Ergebnisse auch völlig unterschiedlich bewertet werden, je nachdem unter welchem Aspekt oder welcher Vorliebe man ein Detail eben betrachtet.

    So hast du beispielsweise oben zum MH-85A11U, einem Handmikro mit integrierter Snapshot-Cam geschrieben: „Wahrscheinlich ist das Teil so teuer weil die Kamera eine sensationelle Auflösung von max. 320×240 anbietet.“

    Genau dieses Feature machte das FT1D aber für mich interessant. Im Großraum Stuttgart testen wir gerade WinLink via Packet-Radio für den Einsatz im Notfunk. Dabei werden Nachrichten im ganz normalen, standardisierten eMail-Format übertragen und ein RMS-Packetserver kann diese Nachrichten als Standalone-System in lokalen Postfächern verwalten, wenn der Rest der Welt (sprich das Internet) zusammengebrochen ist. Also ideal als System zum lokalen, asynchronen Informationsaustausch, der auch dann funktioniert, wenn Absender und Empfänger einer Nachricht nicht zeitgleich an ihrer Station sitzen (können). An die Nachrichten können natürlich auch Anhänge (z.B. Bilder) angehängt werden, nur dass wegen der Einschränkung der langsamen Datenübertragung (Packet eben) eine max. Nachrichtengröße von 120 kB zulässig ist. Na da ist es doch geradezu super, wenn die Kamera bereits Bilder liefert, die nur einige 10 kB groß sind und die man nicht erst über weitere Software aufwendig komprimieren muss. Da der FT1D sowieso an einem Rechner mit der Software „RMS-Express“ hängen muss (hierfür soll zukünftig ein stromsparender Tablet zum Einsatz kommen) könnte man also damit die Bilder vom FT1D auslesen und an die zu versendende Nachricht anhängen.

    Bei der Auseinandersetzung mit diesem Thema bin ich aber auf eine völlig andere Mine gestoßen, die bisher offensichtlich noch niemandem aufgefallen ist: der FT1D hat zwar einen eingebauten TNC, aber der scheint – zumindest laut den von mir studierten Manuals – nur für den internen APRS-Mode benutzbar zu sein. Möchte man hingegen eine ganz normale Packet-Übertragung durchführen, MUSS man lt. Manual (FT1DR/DE Operating Manual, Seite 141) ZUSÄTZLICH einen EXTERNEN TNC anschließen!!!

    Falls dies Wirklichkeit ist und nicht eventuell nur ein Fehler oder eine Unvollkommenheit der Manuals, dann ist dieses „Designfeature“ mindestens in der selben Kategorie einzuordnen, wie die Kamikaze-Lautstärkeregelung.

    Ich kenne leider niemanden, der bereits ein Gerät besitzt. Daher meine Frage: hast du dich mal mit dieser Thematik auseinandergesetzt und kannst diese bestätigen oder widerlegen?

    73 de Uwe, DL8UF

  3. Hallo Uwe,

    das ist wohl in der Tat so mit dem TNC. Dieser ist auch nach meinem Wissen nicht von außen ansprechbar. Das sind diese Dinge die mich immer wieder die Hand an die Stirn klatschen lassen. Dem FT1DE fehlen dafür auch die Anschlüsse, es hat nur Mikro, Kopfhörer und „Data“ zum Programmieren.
    Einen eingebauten TNC den man auch ansprechen kann, haben die beiden Kenwood-Handys „TH-D72E“ und „TH-D7“. Kenwood hatte mal so SSTV-Aufsatz für Handy, auch absurd teuer. Das Ding heißt „VC-H1“. Ob es das noch gibt und ob es für eure Anwendung brauchbar ist weiß ich nicht. Aber im Netzt findet ihr bestimmt was dazu.

  4. Zum Bericht,
    „kein Testbericht“
    ok aber bitte Anleitung genau lesen ! Bekannt ist Eng. & DE
    sich unterscheiden.
    Uhrzeit und Batterie werden angezeigt.
    73

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