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Unterwegs in der digitalen Wolke

Noch nie hat die Menschheit so viele persönliche Daten freiwillig preisgegeben. Wir stellen unsere Urlaubsfotos in Facebook, kommentieren freimütig Online-Artikel und geben manchmal sogar bewusst unseren aktuellen Standort preis. Auf der anderen Seite haben die Snowden-Enthüllungen über die Sammelwut der amerikanischen Geheimdienste die Sensibilität erhöht.

Jedem sollte mittlerweile bewusst sein, dass ein allzu freimütiger Umgang mit den eigenen Daten im Internet nicht gut ist. Genau in diese Phase fällt die zunehmende Popularität von Cloud-Services: Also die Übertragung der eigenen Daten ins Internet, um diese dezentral sichern und bearbeiten zu können.

Doch diese Entwicklung ist nur auf den ersten Blick paradox. Denn wer sich mit dem Thema Cloud Computing befasst, dem wird sehr schnell klar werden, dass die Vorteile der privaten Cloud-Nutzung die Nachteile bei weitem übersteigen. Allerdings sollte man sich eingehend mit der Nutzung einer privaten Cloud vertraut machen, ehe man seine eigenen Daten in die digitale Wolke schickt.

Schutz vor Datenverlust

Zunächst einmal, der wahrscheinlich simpelste und trotzdem wichtigste Vorteil der privaten Cloud Nutzung: Daten sind absolut sicher vor Verlust. Egal ob die Fotos vom letzten Familienurlaub oder die halbfertige Seminararbeit: Völlig irrelevant ob der private Laptop gestohlen wird, vom Schreibtisch kippt oder ganz einfach ohne äußere Einwirkung den Geist aufgibt: Die Daten sind sicher. Dezentral gesichert, auf Servern irgendwo in der Welt: Einmal das Passwort eingeben und alles ist wieder da. Selbst wenn das eigene Haus abbrennt: Das Fotoalbum mit den Urahnen mag verloren sein, die Bilder aus dem letzten Urlaub kann nichts zerstören. Und auch der Abgabetermin für die Seminararbeit muss nicht verschoben werden, sie kann an einem anderen Computer vollendet werden.

Doch der Schutz vor Datenverlust ist nur ein Aspekt. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Einrichtung einer Cloud ganz einfach Zeit spart und den Komfort erhöht. Vorbei sind die Zeiten, in denen zur Datenübermittlung CDs beschrieben oder USB-Sticks ausgetauscht werden mussten. Insbesondere der ein oder anderer Student wird sich an folgende Situation erinnern: Vor den versammelten Teilnehmern eines Seminars soll eine Präsentation gehalten werden. Die Vorbereitung ist perfekt, die letzten Feinheiten wurden am Morgen noch abgeändert. Doch dann der Schock: Der USB-Stick mit der Präsentation liegt zu Hause auf dem Küchentisch. Alle Arbeit umsonst. Wäre doch die Präsentation nur in der Cloud gesichert.

Zugriff auf große Datenmengen

Während eine Präsentation meist relativ wenig Speicherplatz beansprucht, sieht das bei Videos schon wieder ganz anders aus. Stelle dir vor, du bist bei Freunden eingeladen und möchtest die selbstgedrehten Videos aus dem letzten Indien-Urlaub präsentieren. In voller HD-Auflösung versteht sich. Das mehrstündige Material hätte niemals auf eine CD oder einen Stick gepasst. Doch mit Hilfe der Cloud greifen man in Sekundenschnelle auf das Material zu. Dabei nutzt du entweder den PC des Gastgebers, oder sogar gleich dessen Smart-TV.

Eingangs des Texts wurden etwaige Sicherheitsbedenken bei der privaten Cloud-Nutzung angesprochen. Doch große Unternehmen können es sich aus Imagegründen gar nicht leisten, mit Ihren Daten nicht sorgfältig umzugehen. Anbieter wie Dell Cloud stellen die private Cloud mit all ihren Möglichkeiten zur Verfügung. Der Privatnutzer profitiert davon. Spätestens wenn Ihr PC das nächste Mal den Geist aufgibt, wird man sich an diesen Text erinnern. Zumindest, falls bis dahin die Daten noch nicht in der Cloud gesichert sind.

Kategorie: Internet

One Response to "Unterwegs in der digitalen Wolke"

  1. Tobias sagt:

    Wer ernsthaft wert auf Datensicherheit, weltweite Verfügbarkeit und Privatsphäre legt kann im Grunde alle Dienste nutzen.
    Nur bitte die Files nur in entsprechend verschlüsselten Containern online speichern!
    Ich bevorzuge ein eigenständiges NAS unter meiner Kontrolle (natürlich sensible Daten genauso verschlüsselt) welches seine Backups (auch verschlüsselt) auf dem NAS eines Freundes sichert (und umgekehrt). Das geht natürlich nur zu vertretbaren Kosten bei nicht zu großen Datenmengen.

    Das wichtigste egal bei welcher Lösung: private Daten verschlüsseln!
    Das ist nicht ganz so bequem, aber auch nicht mehr so kompliziert wie noch vor 10 Jahren.
    Unwichtige Dinge wie Musik und Filme kann man ja immer noch unverschlüsselt ablegen, dann bleibt auch die Medienserver Funktionalität für die heimische Unterhaltungselektronik erhalten ;)

    73 de Tobias

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