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microham USB III – „Preisintensiv“ aber sehr gut

microham-usb3 InterfaceIch weiß gar nicht mehr wann es PSK-31 aufkam, es muss Ende der 90er Jahre gewesen sein. Eine neue, ich nenne es mal Betriebsart, kam auf und die Gemeinschaft der Amateurfunker war relativ aufgeregt und angetam von dieser neuen Spielart im Amateurfunk. Extrem schmale Signale mit geringer Leistung konnten erzeugt werden und um ebenso geringer Sendeleistung um die gesamte Erde versendet werden.

Aus Neugier hatte ich schon immer vieles getestet was neu war und auch die entsprechenden Geräte gekauft. Selbstbau war nie wirklich mein Steckenpferd. Ich hasse unvollkommende Geräte, Freiluftverdrahtung oder ranzige Gehäuse. Ich mag es wenn es nett aussieht und sofort funktioniert.

Also kaufte ich mir damals ein CAT-Interface um die Sende/Empfagsumschaltung für diese Betriebsart entsprechend zu orgenisieren. Dazu kam noch eine nervende Verkabelung für die Soundkarte. Da mein erstes Interface einen Optokoppler besaß um die Signale galvanisch zu trennen, war der Kabelsalat enorm und unansehnlich. Es funktionierte gut aber man musste immer die Kabel ordnen. Wenn einmal die Signale nicht ander Soundkarte ankamen oder das Audio-Sendesignal nicht vorhanden war ging das testen der Kabel und der Soundkarten-Einstellung los. Extrem nervig.

Schon damals wünschte ich mir ein all-in-box Gerät. Viele Jahre musste noch in Land gehen bis microham „mein“ Traum-Gerät herstellen wollte.

Nun habe ich das microham USB III – Ein extem zuverlässiges CAT-Interface mit eingebauter USB-Soundkarte. Das heißt: Ein USB-Kabel

microham usb iii von hinten

microham usb iii von hinten

transportiert die CAT-Befehle und auch alle Audio-Signale. Dieses Gerät hat eine eingebaute Soundkarte!

Da ich auch das ewige Herstellen von allen nötigen Verbindungskabeln mehr als hasse, war ich dankbar für die angebotenen Kabel für die entsprechenden Transceiver. Es heisst also wirklich nur, auspacken, anstecken, Treiber installieren und los geht es.

In Verbindung mit der wirklich sensationellen Software von HB9DRV macht das digitale Funken unglaublichen Spass. Über die, nach meiner Einschätzung vollkommen, Amateurfunk-Software-Suite an anderer Steller mehr.

Anschlusskabel für das USB3 InterfaceDer Komfort hat seinen Preis, das Gerät ist nicht ganz billig. Das Verbindungskabel muss für jeden Transceiver individuell dazu bestellt werden und hat auch noch seinen Preis. ABER… Keine Löterei, keine Suche nach den richtigen Steckern und den entsprechenden Belegungen – einfach plug & play & QSO! Dazu muss ich bemerken, dass daß Kabel und natürlich das Gerät in einer soliden Qualität daher kommen. Das microham usb III hat ein solides Metalgehäuse, die Regler wackeln nicht, es ist einfach als robust zu bezeichnen. Das Kabel ist in der gleichen Qualität.

Daher kann ich für das Interface absolut meine Empfehlung aussprechen.

Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung – nutzt einfach die Kommentar-Funktion

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Kategorie: Amateurfunk Geräte Stichworte: ,

16 Responses to "microham USB III – „Preisintensiv“ aber sehr gut"

  1. Ron - DL7VDX sagt:

    An dieser Stelle möchte ich eine Lanze für die Firma WiMo brechen. Bei diesem Händler, der nicht ausschließlich Amateurfunk handelt, habe ich im Laufe der Jahre vier verschiedene Interfaces von microham gekauft. Das erste und zweite für für meinen FT-817 und den FT-1000MP, das dritte für mein IC-735, damit der endlich einen Keyer hat und auch CAT kann. Das vorerst letzte, das microham III habe ich meinem Outdoor-Transceiver FT-450 spendiert. Und genau dieses ist während eines PSK-QSO´s mit 5 Watt aus einen mir nicht bekannt Grund mitten im QSO kaputt gegangen.

    Nun dachte ich an ein ewiges Warten und vielleicht auch ein bissel stress von wegen Bedienfehler, tun Sie doch mal den Treiber..klicken Sie dort…

    Nichts dergleichen. Ich bekam eine RMA-Nummer, ich beschrieb meinen Fehler und sendete es per Hermes ein. Nach weniger als 2 Wochen bekam ich mein geliebtes microham usb III zurück. Es wurde auf Garantie und somit kostenfrei repariert. Auch sowas muss man mal erwähnen :)

    Da ich meine Amateurfunk-Geräte sonst bei einem anderen Händler kaufe, habe ich keine nennenswerten WiMo Erfahrungen. Aber das was ich erlebt habe, ist als sehr positiv zu bewerten.

  2. Volkmer Dieter DK2CD sagt:

    Hallo Om Ron,
    nun Sie haben es hier mit einem völlig ahnungslosen Om zu tun der auch schon 70 Windungen auf der Spule hat. Nun höre ich immerfort von PSK31 u.s.w. Also ich hätte da 2 Fragen. Früher habe ich RTTY mit T100 und MSK 10 gemacht dann war Schluss. Heute würde ich gerne wieder RTTY und digitale Betriebsarten machen.
    Soviel mir bekannt ist soll mit dem Micro Ham 3 dies
    möglich sein ?. Kann das Gerät auch Pactor 1 ?.
    Für eine Auskunft wäre ich Ihnen sehr verbunden.
    vy 73 dieter dk2cd

  3. Ron sagt:

    Hallo Dieter,

    wer schonmal RTTY gemacht hat der kann ja gar nicht ahnungslos sein ☺ Das MSK-10 habe ich irgendwann mal gesehen. Laut Internet hat das MSK-10 im Jahre 1972 790,00 DM gekostet, und dabei konnte es nur RTTY ;)

    Heute hört man auf den Bändern neben RTTY und PSK31 viele weitere „Soundkartenbetriebsarten“ wie z.B. SSTV, Feld-Hell, Packet Radio, throb, MFSK, Olivia. Wie Du siehst, es ist eine Menge dazu gekommen.

    Das Microham USB III ist aber kein Modem wie man möglicherweise glauben könnte, sondern eine Soundkarte sowie ein CAT-Interface. Die eigentliche Modulation und Demodulation findet auf dem Rechner mit entsprechender Software statt. Am bekanntesten ist hier sicher das im „Ham Radio Deluxe“ enthaltene „Digital Master 780“.

    Ich kenne mich mit Pactor nur wenig aus. Soweit mir bekannt ist, handelt es sich bei Pactor nicht um eine sogenannte Soundkartenbetriebsart. Zudem ist Pactor keine freie Geschichte sondern steht unter Lizenz. Man soll die teuren Interfaces kaufen oder Hardwarecontroller.

    Mir ist keine Software bekannt mit der man Pactor ohne Controller, nur mit Soundkarte, machen kann.

    Gibt es eigentlich OMs die Pactor für klassischen Amateurfunk nutzen? Viele wollen für ihr Seegel-Hobby doch lediglich Geld für teure Kommunikationstechnik sparen und nutzen den Amateurfunk als günstige alternative.

  4. Ron sagt:

    P.S.

    ich habe gerade per google-suche „hfterm“ gefunden. Das ist eine Linux-Software die Pactor 1 senden und empfangen können soll.
    http://sourceforge.net/projects/hfterm/

  5. Peter Koch sagt:

    Ich möcht PSK31 mit meinem Yaesu FT 847 , Ham Radio Deluxe DM 780 wo . geht es auch dafür und wo erhältlich fG peter DL1BPK

  6. dl7vdx sagt:

    Hallo Peter,

    egal ob PSK31 oder Hellschreiber. Solange es sich um eine sog. digitale Betriebsart handelt, bei der die Modulation/Demodulation mittels Soundkarte vorgenommen wird, kannst Du es auch mit einem Microham USB III machen. Kaufen kannst du es beim Hersteller „microham“ selber, oder eben bei wimo.

    73 Ron,
    DL7VDX

  7. Emil, DK4LI sagt:

    Halo Ron,
    Ich habe Probleme mit der CAT-Schnittstelle.
    Mein Radio FT1000MP wird nicht erkannt.
    RTTY kann ich mit M1MM und WinTest nutzten,
    aber keine Frequenzanzeige usw.
    Hast Du einen Vorschlag?
    73 de Emil DK4LI

  8. Ron S. sagt:

    Es klingt so als wenn die Einstellungen nicht richtig vorgenommen wurden. Hast du die Jumper im microham richtig gesetzt? Baudrate, Datenbits und Parität und Stopbits müssen richtig eingestellt werden. Hast du das alles abgecheckt?

  9. Hans-Jürgen sagt:

    Hallo Ron,

    ich nutze diesen “ microham USB III “ fast ein Jahr sehr erfolgreich mit meinem kleinen Laptop und Windows 7 als Betriebssystem.
    Nun ist ja die Zeit des kostenlosen Umstieges auf Windows 10 fast vorbei und ich habe den Schritt gewagt, obwohl laut Hersteller kein Windows10 als Betriebssystem angegeben wurde. Leider funktioniert nun nichts mehr – die eingebaute Soundkarte wurde überhaubt nicht erkannt. Stedig geht oder versucht der TRX auf Sendung zu gehen. Bis jetzt von meiner Seite leider noch kein Erfolg zu vermelden.
    Meine vorsichtige Frage:
    „Gibt es inzwischen eine geänderte Software mit welchem ich dann auch unter Windows10 die digitalen Betriebsarten nutzen kann“?
    Falls nein, besteht ja die Möglichkeit mein altes Windows 7 wieder herzustellen.
    Über eine eventuelle helfende – auch negative – Antwort würde ich mich sehr freuen – Danke.
    73 Hans-Jürgen,
    DK5CQ

  10. Ron S. sagt:

    Ja, ich winde mich auch um dieses elende Windows 10, genau wegen solcher Szenarien, die du hier beschreibst. Ich hatte schon Berührungsprobleme mit dem Windows 8 – Windows XP, ab SP2, und Windows 7 waren Top. Okay, das ist eine andere Geschichte.

    Ich konnte eine Anleitung finden, die zeigt wie man sich die kostenlose Windows 10-Lizenz besorgt, ohne am Ende auf Windows 7 zu verzichten. Ich habe es selbst nicht probiert, aber vielleicht kannst du diese Methode noch anwenden und wieder auf Windows 7 downgraden. Die Installation von Windows 10 darf allerdings nicht länger als 30 Tage her sein.

    Lies es dir einfach mal durch, es scheint auch sehr einfach zu sein. Viel Erfolg, hier der Link: http://www.chip.de/news/Auch-wenn-Sie-Windows-7-jetzt-noch-nutzen-Nie-fuer-Windows-10-zahlen_96843434.html

    73, Ron, DL7VDX

  11. Hallo Ron,

    ich verwende seit vielen Monaten die gleiche Kombination (microHAM USB III, HRD 5.x, Windows 7) an meinem Shack-PC für die Digimodes und bin ebenso begeistert wie Du, dass das alles „out-of-the-box“ funktioniert. Habe dieses Jahr (unter SDOK DIX15) schon über 1.800 QSOs im Log, fast ausschliesslich in PSK/RTTY.

    Nun wollte ich mir für Portabelzwecke einen Laptop (ebenso Windows 7) einrichten, habe alles installiert (Treiber für microHAM, Programm HRD) und genauso wie am Shack-PC eingerichtet, doch leider bekomme ich keine NF auf den Sender. Seltsamerweise funktioniert der Button „Test Signal“ in der microHam-Routersteuerung, da geht ein Signal über den Sender.
    Aber wenn ich vom HRD aus senden will, schaltet das kleine Kästchen zwar die PTT und der TRX geht auf Sendung, doch es kommt keine NF auf den Sender.
    Irgendwo fehlt vermutlich noch ein Häkchen, aber ich bin nach drei Abenden vergeblicher Suche am Ende meines Latein, hi…
    Eventuell hattest Du schon mal so einen Fall und weisst auf Anheib, wo der Hase im Pfeffer liegt…. danke im Voraus!

    Ansonsten möchte ich mich sehr herzlich für alle interesssanten Beiträge auf Deiner Webseite bedanken, ich lese hier sehr gern – besonders die absolut praxisnahen Berichte über Amateurfunkgeräte. Danke!

    73 – Torsten, DL4APJ

  12. Ron S. sagt:

    mhh Thorsten, du wirst recht haben. Irgendwo ein blöder Haken. Aber wenn man da nicht davor sitzt und man hier und dort klicken kann, ist es schwer. Weil der Fehler einfach in ziemlich vielen Optionen und Einstellungen verbogen sein kann.

    Im HRD kann man ja die Soundkarte definieren. Diese Stelle fällt mir bei der Ferndiagnose als Erstes ein.
    Das microham hat ja eine eingebaute USB Karte, mit der Soundkarte im Laptop verfügt dein System also über zwei Soundkarten. Möglicherweise weiß dein HRD noch nicht, über welches Sound-Interface seine Signale schicken soll.

  13. Hallo Ron,

    danke für Deine Antwort.

    Jetzt funktioniert es – ich weiss aber nicht, warum. :)

    Habe alles nochmal neu installiert, die bordeigene Soundkarte des Notebooks deaktiviert und wieder aktiviert, nun hat erstmal alles nichts geholfen. Nochmal die Einstellungen im HRD erneuert, und irgendwann ging die NF auf den Sender.

    Nun bloss nichts mehr ändern an der Konfiguration, hi!

    73 – Torsten, DL4APJ

  14. Andreas sagt:

    Hallo zusammen,
    habe mein USB iii nun seit 3 wochen. Als erstes mit WSJT-X für FT8 konfiguriert (TRX IC-9100 das Kabel dafür ebenfalls von Wimo) das ganze hat bis 15.2. problemlos funktioniert.
    Nun mache ich schon 2-Tage rum und bekomme es nicht mehr zum laufen.
    Nach dem microham setup dokument für WSJT-X sollte beim Audio Codec Device ein Microfon erstellt werden, es wird nur ein Line Device erstellt.
    Hat jemand eine Idee ?

    73 – Andreas DL3FDL

  15. Sigi DL2JPN sagt:

    Hallo OM’s,
    Das microHAM USB Interface III funktioniert perfekt.
    Zuerst am FT1000MP, TS2000. Nun am TS990S. Mit den entsprechenden Kabeln ist das sehr einfach.
    Vor wenigen Tagen hab ich einen SunSDR2 QRP gekauft. Die virtuellen Kabel vom und zum PC
    bringen mich zum Verzweifeln. Frage: Ist es denn möglich das Interface III mit dem SDR-TRX zu verbinden. Es wäre genial auf ein fertiges Kabel zurückzugreifen. Für dem MB1 von SunSDR soll es ja so etwas geben.
    73 , Sigi DL2JPN

  16. Peter Stinner DF2FZ sagt:

    Hallo, OM Ron,
    habe Deine Ausführungen mit großem Interesse gelesen. Bin jetzt Besitzer des Interface III mit Kabeln für meinen FT-2000 zum Lenovo K 450; ansonsten aber völlig „unbefleckt“ von der Praxis mit digitalen Betriebsarten.
    Kannst Du mir sagen bzw. Fundstellen nennen, wie ich meine ersten Gehversuche in diesem Bereich machen kann, ohne, übrigens als gebürtiger Berliner, auf die Schn…. zu fallen, hi?
    Ich wäre sehr dankbar, wenn Du mich da etwas an‘ s Händchen nehmen würdest – im Voraus vielen Dank
    es vy 73
    Peter Stinner – DF2FZ, Köhlerweg 10, 61440 Oberursel, Tel: 06171 / 56 4 56

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