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Ist eine neue Einsteiger-Klasse “K” notwendig?

Amateurfunk für Dummies! Braucht der Amateurfunk eine neue Einsteigerklasse?

Einst erzählte man uns: „Der Amateurfunk braucht zum Überleben eine Schnupperlizenz“. Aus meiner persönlichen Sicht braucht der Amateurfunk nicht unbedingt eine neue Lizenzklasse, um weiter existieren zu können. Ich kann auf der Kurzwelle nicht erkennen, dass dort die Zahl der Funkamateure geringer wird. (User-Abstimmung am Ende des Artikes)

Die Bänder sind voll, DXPeditionen werden immer professioneller, die QSO-Zahlen steigen immer weiter. Am Wochenende bersten die Bänder bei brauchbaren Bedingungen auseinander, nicht nur wegen der Conteste. Ständige Aktivitäten aller erdenklichen Ausrichtungen sind im Äther zu hören. SOTA & WFF sind da nur zwei Beispiele. Ich war selbst mehrmals in einem WFF-Gebiet und sobald ich im Cluster gemeldet wurde, brach die Hölle los und mein Transceiver hatte viel zu tun.

Wer behauptet, dass der Amateurfunk in naher Zukunft ein aussterbendes Hobby sein wird, hat entweder keine Ahnung oder er lügt ganz einfach, um eigene Interessen durchzusetzen.

Möglicherweise wäre die Behauptung „Die Amateurfunk-Clubs brauchen zum Überleben neue zahlende Mitglieder“ doch sehr viel zutreffender!

Irgendwie scheint die Einführung der E-Klasse nicht richtig aufgegangen zu sein. Es wurden zwischenzeitlich etliche DO-Lizenzen erworben, aber der sicherlich erhoffte Effekt – ein ordentlicher Schub bei der DARC-Mitgliederneugewinnung – ist wohl nicht eingetreten.

Masse statt Klasse “nur” weil es bezahlt werden muss?

Dass ein Club zahlende Mitglieder benötigt, verstehe ich, dass es einen Club geben muss oder sollte, verstehe ich ebenfalls. Aber die zahlenden Mitglieder über „Vergünstigungen“ im Lizenzerwerb zu akquirieren, ist aus meiner persönlichen Sicht nicht nur der falsche Weg, sondern auch schädlich. Das Niveau ist spürbar abgefallen. Es sind nicht viele DOs die z.B. die Landeskenner unserer Nachbarländer im Kopf haben, Bandpläne kennen oder wissen um welche Tageszeit Bänder funktionieren oder eben nicht. Auch das sind Dinge die eigentlich einen richtigen Funkamateur ausmachen. JA, ich höre es schon… „Es gibt aber echte Spezialisten unter den DOs“  und ja, das stimmt absolut, es gibt sie…

Das Klientel, welches ich hier in der Großstadt täglich auf den UKW-Relais hören kann, ist nicht gerade repräsentativ für mein Hobby. Wenn ich mit Freunden oder Kollegen in meinem PKW fahre, schalte ich das Funkgerät ab, weil es mir peinlich und unangenehm ist, was da regelmäßig aus dem Lautsprecher kommt. Dass manche es nicht schaffen, einen Satz ohne grammatikalische Fehler, die wirklich im Ohr schmerzen, zu formulieren, ist dabei das geringere Problem.

Gegen eine Low-Niveau Amateurfunk-Lizenz!

Nun, das hat sicher nicht ausschließlich damit zu tun, dass man vor Jahren eine Einsteigerlizenz geschaffen hat, aber dieses zusammen mit der Liberalisierung des Amateurfunkgesetzes, hat stark dazu beigetragen.

Nun spricht man darüber, eine weitere Einsteigerlizenz zu erfinden. Diese wurde bereits auf „Klasse K“ getauft. Ich bin dagegen, weil ich keinen Nutzen darin erkennen kann. Mir scheint das Gegenteil naheliegender zu sein. CB-Funk-Deluxe 2.0 – und ganz sicher wieder ohne Erfolg in Bezug auf neue Club-Mitglieder.

Möglicherweise wird man in ein paar Jahren für die dritte Einsteigerklasse werben. Diese könnte man sicher bei ALDI oder in Tankstellen auf einer Plastikkarte zum frei rubbeln käuflich erstehen.

Diese Zeilen sind natürlich nur meine Meinung, die sich jedoch aus dem Erlebten gebildet hat, denn grundsätzlich bin ich natürlich für  Nachwuchs im Amateurfunk – aber nicht um jeden Preis.

Da mich die Meinung der Leser wirklich interessiert, habe ich nachfolgend eine kleine einfache Umfrage erstellt. Da ich glaube, dass die Frage auch viele andere Leser interessiert, bitte ich um ein kleines Kreuzchen.

Braucht der Amateurfunk eine weitere Einsteigerlizenz?

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–> Amazon: Rund um den Amateurfunk

 

UPDATE 1

Offensichtlich empfinden einige Leser meine kleine K-Lizenz-Umfrage und diesen Artikel so furchtbar dass sie per Twitter und Foreneintrag ihren Unmut dokumentieren. Selbst DO2JAX der Twitter fast ausschliesslich nutzt um Tweets anderer Leute (sogenannte retweets) weiterzuleiten, gönnt dem Artikel einen eigenen Tweet. Super :)

…selbst per telefonische Meldekette, so wie damals wenn eine Aurora auftrat:

 

 

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13 Kommentare
Dez 19, 2011
Time: 09:46
#1 Schorsch :

….nun, das Getwittere erklärt natürlich auch das Ergebnis Deiner Umfrage. Man sollte die Frösche nicht fragen, wenn man den Teich trocken legen will …..

Ich stimme Dir uneingeschränkt zu: Wir brauchen nicht mehr, sondern bessere Funkamateure!

73´s de DF9ZV

Jan 3, 2012
Time: 16:47
#2 Kurt :

Lieber OM,

die Haltung, die Sie vertreten, wurde nun scheinbar mit einer runden Zweidrittelmehrheit im Rahmen der hier stattgefundenen Abstimmung nicht geteilt.

Leider höre ich aus Ihrem Beitrag wieder einmal die Arroganz heraus, die ich als Klasse-E-Inhaber von manchen Besitzern der Klasse A oft vernehmen musste.

Ich möchte einen einfachen Vergleich anstellen:

Während meines Studiums habe ich im Kraftfahrtgewerbe gejobt.

Da mir das Ganze zu viel Spass machte, spendierten meine Eltern mir zusätzlich zum Studium den LKW-Führerschein und aufbauend dazu den Busführerschein.

Zusätzlich erwarb ich den Personenbeförderungsschein (so nannte man den damals) für alle Arten (Taxi, Mietwagen, Krankenwagen, usw.).

Alle Führerscheine waren nicht einfach und leider konnte ich diese in meinem späteren Berufsleben nicht mehr verwenden.
Nicht desto Trotz verlängere ich alle 5 Jahre die Berechtigungen.
Stellen Sie sich einmal vor, ich würde mit der gleichen Einstellung – wie viele Funkamateure der Klasse A – den anderen Verkehrsteilnehmern gegenüber treten, die nur die Führerscheinklasse für PKW haben.
Ich glaube, es würde mir nur mit Unverständnis begegnet und je nach Verhalten, würde mir seitens der Verkehrsbehörde die charakterliche Eignung für die Teilnahme am Straßenverkehr abgesprochen.
Zum anderen ist es doch so: Was will ich?
Möchte ich einen Bus oder LKW fahren oder nur einen PKW.
Wenn ich nur einen PKW fahren möchte, dann mache ich den Führerschein der Klasse B.
Und wenn ich auf bestimmte Kurzwellenbereiche 8oder gar auf alle9 verzichten will, weil mich nicht die Kurzwelle, sondern die Ultrakurzwelle interessiert, ist dies denn dann ein “No-Go”?
Muss man denn unbedingt den “Einsteigern” der Klasse E sagen, dass sie weiter machen sollen bis zum Erwerb der Klasse A, wenn überhaupt kein Bedürfis dazu besteht.
Würden Sie all den Inhabern des “Einsteiger-Führerscheines” der Klasse B empfehlen, auch noch die Führerscheine der Klassen C (LKW) und D (Bus) zu machen?

Doch beim Amateurfunk scheinen die Uhren anders zu gehen.

Was nun die geplante Amateurfunkklasse “K” angeht, so wird es sicherlich der Fall sein, dass der eine oder andere, dessen geistiges Niveau nicht den Erwartungen einiger Klasse-A-Inhaber entspricht, QRV sein wird.

So ist es im Straßenverkehr auch.
Es sind nicht nur Leute gehobenen geistigen Niveaus unterwegs.
Und auf der Straße geht es immerhin unter Umständen um Menschenleben und nicht etwa um das Hobby der drahtlosen Kommunikation.
Man kann sicherlich der Ansicht sein, auf die künftigen Klasse-K-Erwerber verzichten zu können.

Nur, dann werden bestimmte Amateurfunkbänder noch leerer bis dass man von Seiten der Bundesnetzagentur auf die Idee kommen könnte, die betreffenden Amateurfunk-Frequenzen für andere Zwecke (zumindest) gleichzeitig nutzbar zu machen.
Teile des 70-cm-Amateurfunkbandes sind bereits aus diese Art und Weise abhanden gekommen und werden massiv gestört.
Also lieber ganz sterben als mit Kompromissen leben?

Die meisten Jugendlichen heute lassen sich doch erst gar nicht mehr für den Amateurfunk begeistern, wenn man mit einem Mausklick per Cam mit Neuseeland kommunzieren kann. Und dies ohne Lizenz, in bester Qualität und rund um die Uhr, unabhängig von Wellenausbreitungen.
Doch unter den neuen K-Lizenzlern würden sicherlich ab und zu auch Studienräte oder Ingenieure zu finden sein, weil sie dieses Hobby nicht als Wettkampf ansehen und die Aufwendungen nicht so enorm sind.

Und sollte Ihr Müllmann nun auch noch dort auftauchen, so behandeln Sie ihn freundlich, genauso als wenn Sie ihn vor Ihrer Haustüre sehen.

Jan 5, 2012
Time: 23:05

Hallo Kurt,

zuerst… vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Aber gleich als nächstes muss ich Dir leider das Trugbild zerstören welches Du als Entkräftigung meiner Gedanken zum Thema „noch eine Einsteiger-Lizenz“ aus dem Ergebnis der Umfrage wahrgenommen hast.
Wie Schorch, DF9ZV, ganz richtig erkannt hat und sehr treffend formuliert hat „Man sollte die Frösche nicht fragen, wenn man den Teich trocken legen will“ – ist die Umfrage nicht mehr repräsentativ. Zum einem sind es viel zu wenige Funkamateure die daren teilgenommen hat, zum anderen, und das ist deutlich entscheidender, wurde die Umfrage torpediert. Aufgeregte „Delta Oscars“ und unlizenzierte Leute hatten z.B. mittels Twitter und Forenbeiträge über diese Umfrage einer bestimmten Gruppe zukommen lassen. Da ist natürlich klar, das dieses Ergebnis nix weiter als eine Zerrbild ist.
An welcher Stelle Arroganz aus meinen Zeilen herauszulesen ist würde mich im Detail interessieren. Im Zusammenhang mit diesem Thema ist sehr oft zu lesen, dass Leute, die wie ich diese oder eine ähnliche Meinung vertreten als Arroganz betitelt werden. Jedoch wird immer vermieden das zu begründen. Also gut, ich nehm das mal so hin, habe eh keine andere Wahl ☺

Auf die Vergleiche zwischen Amateurfunkzulassung und Fahrerlaubnissen verschiedenster Art will ich gar nicht weiter eingehen. Der Vergleich ist keiner, das ist schlimmer wie Apfel und Birnen. Zudem werden die Vergleiche in verschiedenen Varianten bereits seit Jahren gezogen. Da waren Pilot-Lizenzen, Boots-Führerscheine und natürlich die PKW-Führerscheine. Alles Quatsch, alles nicht vergleichbar und vor allem absolut nicht Zielführend. Hier geht es um Amateurfunk!

Das witzige ist ja, es ist bereits eine breite Basis an Möglichkeiten gegeben. Jeder kann sich ohne weiteres im Amateurfunk austoben. Niemanden wird der Weg zum Funk oder Amateurfunk verwehrt. Jeder kann sozusagen machen was er will. Egal ob er Maler, Koch, Schüler, Ingenieur, Student oder Hausfrau oder körperlich behinderte Menschen – sie alle können und dürfen ohne jegliche Einschränkung am Amateurfunk teilnehmen.

Wer Amateurfunk einfach nur mal ausprobieren möchte, kann (theoretisch) dies am gleichen Tag der Idee tun. Hierfür gibt es DN-Calls. Dort kann man ohne Prüfung auf UKW und KW in allen Betriebsarten Amateurfunk machen. Wer etwas mehr möchte und sich interessiert, lernt und investiert Zeit, das sollte es einem Wert sein, und macht eine Lizenz. Als DO hat man unglaublich viele Möglichkeiten, alleine, von zu Hause und Portabel QRV zu sein. Man kann weltweit funken. Wer noch ein paar Bänder mehr möchte, macht ein update. Selbst die Barriere „Telegrafie-Prüfung“ ist ersatzlos entfallen. Wer will, der bekommt.

Du schreibst die Aufwendungen sind enorm hoch. Hier muss ich Dir wiedersprechen. Ja Du hast Aufwendungen, Du musst Dinge lernen die Du als Funkamateur brauchst. Es ist wie bei allen Dingen im Leben. Vieles lernt man, was man vermeintlich vergisst, es sind aber die Fundamente die es einen einfacher machen zu verstehen. Zu verstehen warum Dinge funktionieren. Wenn Du nicht bereit bist ein paar Wochen Zeit zu investieren, zu lernen und sich dadurch mit dem Hobby zu beschäftigen, dann ist es Dir das einfach nicht Wert. Dann lass es einfach. Das schöne ist, selbst wenn Du keine Lust hast für den Amateurfunk Zeit zu investieren, dann bleibt Dir immer noch LPD und CB-Funk. Also ich weiß nicht wo das Problem ist.

Den Bezug am Ende Deiner Zeilen von Wettkampf auf Hobby verstehe ich nicht. Auch nicht was Du mit dem Müllmann und der Haustür meinst. Ich behandle alle Menschen freundlich, bin aber meist sehr ehrlich was meine Meinung betrifft.

Abschließend… Es gibt für mich nicht einen einzigen rationalen Grund der eine weitere Einsteigerlizenz sinnvoll macht. Jeder kann funken! Soweit ich weiß, sieht das die BNetzA mittlerweile auch so. Der DARC wird ein wenig traurig sein, keine neuen Mitglieder. Den die K-Lizenz ist, wie Du schreibst eben kein Kompromiss sondern einfach nur sinnlos. Zu was sollte die K-Lizenz ein Kompromiss bilden können, Du glaubst doch nicht ernsthaft das diese Zulassungs-Klasse auch nur irgendwas an der Zukunft des Amateurfunks ausrichten könnte?!

In diesem Sinne, Augen zu und durch zur Amateurfunk-Zulassung. Wer will packt das auch. Ich würde mich freuen mit Dir ein QSO auf KW zu fahren.

73 de Ron – DL7VDX

Feb 6, 2012
Time: 12:47
#4 Arnold :

Hallo,

habe hier einen Außschitt eines Brief (auf dieser Seite) gelessen und
möchte gerne über DN Calls mehr Info.
Ich habe Interresse an dem Funk und würde erst mal reinhören,da eine E
oder A Schein doch eineige Energie kostet( bin druch Gesundheit in
vorruhestand,werde jetzt 61 Jahre )

Danke für Info in vorraus.

Mit freundlichen Grüssen
Arnold Kordt

Wer Amateurfunk einfach nur mal ausprobieren möchte, kann (theoretisch)
dies am gleichen Tag der Idee tun. Hierfür gibt es DN-Calls. Dort kann
man ohne Prüfung auf UKW und KW in allen Betriebsarten Amateurfunk
machen.

Feb 6, 2012
Time: 19:19
#5 dl7vdx :

Als ersten Ansatz kann man die folgende Adresse des DARC versuchen:
http://www.darc.de/distrikte/

Einfach dort klicken wo man wohnt und sich durchklicken.
Du kannst auch unter http://www.darc.de/ortsverbaende/ schauen ob oder welcher Ortsverband in Deiner Nähe ist. Einfach mal Kontakt aufnehmen und vielleicht kannst Du den entsprechenden OV beim kommenden Club-Abend besuchen. Das wären die ersten Schritte.

Wenn Du tatsächlich nur mal reinhören möchtest, dann probiere doch gleich mal einen der WebSDR Empfänger im Internet: http://www.nachtuilen.net/

viel Erfolg

Feb 14, 2012
Time: 21:16
#6 Dirk :

Schönen Guten Abend!
Ich bin mittlerweile 45 Jahre jung und habe seit dem ca. 13 Lebensjahr ein CB- Funkgerät ( im Schrottwagen meines Vaters auf dem Hof ) gehabt.
Es waren damals Wöchentlich mehr Funker geworden , bis ich dann nach einigen Jahren die Antenne aufs Dach bekam und einige schöne Jahre mit dem Hobby verbracht habe!
Dann nahm alles überhand und war nicht mehr so lustig auf den Bändern.
Also wurde ein Scanner gekauft um dem Amateurfunk zu lauschen.
Ich habe hier schon vor ca. 20 Jahren einen Clubabend besucht und mich informiert.
Da mich das Hobby einfach das Leben lang begleitet hatte hätte ich alles gegeben um die Lizenz zu bekommen.
Aber ohne in der Kurzwelle zu funken hätte es für mich nicht die gewisse Befriedigung da mich die Kurzwelle fasziniert.
Also habe Ich mir Unterlagen Fragebögen usw. besorgt und musste feststellen das es zu meinen anderen Beruflichen Sachen unmöglich ist dies auch noch zu lernen.
Meiner Meinung nach haben min. 80 Prozent ( der Klasse A ) der Leute einen Beruf wo ihnen das Hobby zu gute kommt?
Der eine ist bei der Post ( damals ) , der Andere Techniker bei Siemens , dann die 3 Fernsehtechniker die es in jedem Ort gab .
Der Elektronik – Meister etc……
Also ich habe auch den Berufskraftfahrer , Angelsche und den Bootsführerschein.
Dazu musste ich aber nicht eine Leere als KFZ Mechaniker absolvieren oder ähnliches!!!
Ich verstehe schon das man eine Prüfung ablegen sollte!
Aber dies alles sollte doch im Rahmen bleiben!
Aber warum soll ich mir ein Gerät selbst bauen können wenn ich mir doch überall eins kaufen kann ?
Es kann doch auch nicht jeder der den Führerschein hat auch bei seinem Motor die Kolbenringe wechseln !!!
Das ist meine Persönliche Meinung!!!
Aber die Zeiten werden kommen das ein OM nach froh ist wenn überhaupt noch jemand mit ihm redet!
Ist wie im Angelverein z.B. !
Da ist man froh um jedes Mitglied weil die alten alle wegsterben und die Jugend mit PC Handy und Alkohol genug zu tun hat und keinen Bock auf Prüfungen hat!
So , das war es von Mir!
Gruß Dirk :-)
Das ist

Feb 14, 2012
Time: 23:21

Also mal ehrlich.. Zitat: “musste feststellen das es zu meinen anderen Beruflichen Sachen unmöglich ist dies auch noch zu lernen.” dazu fällt mir jetzt nicht wirklich viel ein.

Wenn man einfach nur funken will, dann hat jeder die Freiheit PMR oder CB-Fun zu nutzen. Ohne Prüfung, man muß einfach nur die Geäte kaufen. Der Amateurfunk braucht im eigentlichen Sinne keine Mitglieder um halt mehr Mitglieder zu haben, sondern aktive und kompetente Funkamateure… ansonsten mutiert der Amateurfunkt weiter zum CB-Funk, aber den gibt es doch schon. Amateurfunk ohne Kompetenz in irgendwas ausser auf dem Relais sprechen macht keinen Sinn!

Da These das 80% der Amateure beruflich irgendwas mit Funk oder Elektronik zu tun haben ist einfach nur falsch. Sie trifft auch bei mir nicht zu. Bei uns im OV, ein aktiver OV, ist auch ehr die Minderheit beruflich diesem Feld zuzuordnen.

Ich bin immer wieder überrascht wie kreativ viele interessierte sind Gründe zu erfinden, warum den eine Prüfung unnötig sei. 1, 2 oder 3 Monate die Arschbacken zusammenkneifen kann doch nicht wirklich ein Problem sein wenn man was wirklich will.

Mai 4, 2012
Time: 22:34
#8 Boris :

Ich denke, eine Einsteigerklasse ist sinnvoll. Der Amateurfunk hat in den letzten Jahren massiv an Attraktivitaet verloren. Wer heute mit Menschen anderer Kulturen sprechen moechte, der nutzt halt das Internet. Das, was auch fuer mich damals so faszinierend war, ist heute kein Grund mehr, Funkamateur zu werden. Ich kann die alten Hasen nur davor warnen von sich auf andere zu schliessen und den alten Kampf mit dem DARC ueberzubewerten. Das Hobby ist bald tot, wenn sich nicht (junge und alte) Leute – durch z.B. etwas gesenkte Anforderungen – fuer den Amateurfunk interessieren lassen.

Mai 5, 2012
Time: 11:41
#9 Ron :

Hallo Boris,

vielen Dank für Deine Zeilen.

Das der Amateurfunk an Attraktivität verloren hat ist so nicht vollständig zutreffend. Gerade hat zum Beispiel die ARRL (der amerikanische DARC) Mitglied Nummer 700.000 zu vermelden. Gleichzeitig hat die ARRL geschrieben, daß der Club niemals zuvor so viele Mitglieder hatte. Hier scheitert ganz eindeutig die Public Relation vom DARC. Sofern Du einen Kurzwellenempfänger hast und weißt auf welchen Frequenzen Amateurfunk stattfindet, hör mal rein. Du wirst erstaunt sein wie untot Amateurfunk ist. Die Bänder sind voll und das nicht nur während Contesten.

Es schreibt sich so leicht daher, das Amateurfunk an Attraktivität verloren hat, aber woran machst Du das konkret fest? Viele, vielleicht auch Du, verwechseln den Amateurfunk mit einem preiswerten oder kostenlosen Kommunikationsdienst um, wie Du es so schön schreibst, mit anderen Kulturen zu sprechen. Der Vergleich zwischen Amateurfunk und Internet ist in diesem Zusammenhang auch absolut falsch gewählt und zeigt oftmals wie hoch das Missverständnis ist. Die aktuellen DSL-Preise sind einfacher zu bezahlen als der Aufwand den man mit einer Amateurfunkprüfung hat. Bestelle DSL und Du kannst 48 Stunden später mit anderen Kulturen sprechen, chatten und sogar einen Videostream herstellen.

Zudem gibt es bereits eine Einsteigerlizenz mit gesenkten Anforderungen. Du kannst also sofort zuschlagen und aktiv werden, lerne für die Prüfung und mache nach erfolgreicher Prüfung Amateurfunk. Und Amateurfunk hat wenig damit zu tun ausschließlich auf den UKW-Relais zu labbern. Das wäre nur eine Art CB-Funk mit echten Rufzeichen.

Wie ich es schon weiter unten geschrieben habe. Es mag stimmen das der Amateurfunk durchaus mit seinen Mitgliedern veraltet. Das erzählt man sich schon seit vielen Jahren, da ist auch was dran. Aber die Lösung kann nicht sein das man Lizenz-Prüfungen auf dem Niveau von RTL2-Gewinnspielfragen gestaltet. Solcherlei Mitglieder vernichten den Amateurfunk schneller als das Deiner Meinung jetzt schon passiert.

In diesem Sinne.
Ich würde mich freuen wenn Du nicht wartest bis alles einfacher ist und Du jetzt sofort für die Prüfung lernst damit wir irgendwann mal auf Kurzwelle miteinander sprechen können ;)

73 de Ron
DL7VDX

Mai 5, 2012
Time: 17:31
#10 Peter :

Hallo zusammen,
ich gebe Boris hier voll und ganz Recht! In 20 bis 30 Jahren wird man wohl leider nach Funkern auf Kurzwelle suchen müssen, wie heute einen Funker auf den CB-Bändern. Genau aus diesem Grund zieht das Argument: “Für die, die nur funken wollen, gibt’s doch den CB-Funk!” für mich auch nicht mehr! Mal ehrlich, wie will man mit 5 Watt in FM oder AM die Raumwelle ernsthaft nutzen? Die Bodenwelle kann man vernachlässigen, dazu gibt es zu wenige aktive CB-Funker. Ich stimme aber Ron in dem Punkt zu, dass der Amateurfunk nicht zum CB-Funk ausarten darf! Deswegen halte ich Prüfungen für sinnvoll. Auch schadet es nichts, zu wissen, wie man einen ordentlichen Transceiver baut und an eine Antenne anpasst. Ich habe jedoch auch miterlebt, wie ein hochmotivierter Funkinteressierter, dessen Vater selbst Funkamateur (Klasse A) ist, durch die Klasse E-Prüfung gefallen ist. Dieser Mensch war wirklich hochmotiviert, interessiert und hatte auch schon praktische Erfahrung unter einem DN-Rufzeichen. Es war für mich schokierend festzustellen, wie schnell für ihn der Amateurfunk gestorben war! Ich denke nicht, dass er dem Hamspirit auf den Bändern geschadet hätte! Erst recht nicht, wenn ich mir abends das 80m-Band anhöre, wo ich mir, einmal etwas überspitzt formuliert, zwischen Klasse A-Funkern vorkomme, wie im CB-Funk am Männertag! Klar, das sind Ausnahmen, jedoch sträube ich mich gegen die immer wieder geäußerte Meinung, die Prüfung zur Klasse E sei schon mit reinem gesunden menschenverstand zu bestehen und dadurch überflüssig. Auch finde ich die Art und weise traurig, wie man in Deutschland auf Kurzwelle mit den sog. “DOlern” umgeht. Doppelzitat: “Also mal ehrlich.. Zitat: “musste feststellen das es zu meinen anderen Beruflichen Sachen unmöglich ist dies auch noch zu lernen.” dazu fällt mir jetzt nicht wirklich viel ein.” Mir schon: nämlich, dass ich viele Klasse E-Funker kenne, die einen Zeitaufwendigen Beruf ausüben und froh waren, die Zeit gefunden zu haben, an einer “Intensivwoche zur erlangung des Amateurfunkzeugnisses Klasse E” teilnehmen zu können. Wohingegen mir im folgenden, offentsichtlich sarkastisch gemeinten Zitat nichts mehr einfällt: “Möglicherweise wird man in ein paar Jahren für die dritte Einsteigerklasse werben. Diese könnte man sicher bei ALDI oder in Tankstellen auf einer Plastikkarte zum frei rubbeln käuflich erstehen.”

Kürzlich musste ich einmal miterleben, wie mein Beifahrer (E-Klasse) mit einem Einsteiger-Handfunkgerät (2m/70cm) von zwei A-Klasse-Funkern wegen seiner “dünnen” Modulation verbal und arrogant regelrecht fertig gemacht wurde. Darauf hin hat er über einen Monat sein Funkgerät nicht mehr benutzt, was er sich als Gymnasiast mühsam erspart hatte. So viel zu den tollen A-Klasse-Funkern mit dem vielzitierten “Hamspirit”. So wie man das natürlich nicht verallgemeinern kann, sollte man die Vorbehalte gegen E- oder K-Klasse auch zurückhalten.

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass mir durchaus bewusst ist, dass meine Meinung nur eine Minderheit vertritt. Jedoch verliere ich die Lust, Funkamateur zu werden, wenn ich die zahlreichen “Hassreden” auf die Einsteigerklassen im Internet und in einschlägigen Zeitschriften zum Thema lese. Ich würde mich dann wahrscheinlich als Inhaber einer solchen Klasse schämen, auf Sendung zu gehen.
Da bleibe ich lieber passiver SWL…

Mai 6, 2012
Time: 10:45
#11 Ron :

Hallo Peter,

Das kann man nicht von der Hand weisen das es solche Bemerkungen gibt, auf Kurzwelle und auf UKW. Aber auch im Amateurfunk sind die verschiedensten Charaktere vertreten sodass es eigentlich selbstverständlich ist das man nicht immer nur auf einer fröhlichen Blumenwiese wandelt, sondern hier und dort auch mal auf Leute stößt die sich sehr unschön präsentieren.

Ich sage es mal ganz deutlich, mir wäre es scheissegal was andere dazu meinen wenn ich ein DO-Rufzeichen hätte. Mir fällt es schwer mich da reinzudenken wie solche Bemerkungen fremder Menschen Einfluss auf meine Entscheidungen haben könnten. Wenn ICH Amateurfunk machen will, ist es für mich undenkbar mich davon abringen zu lassen nur weil mein Beifahrer wegen der Modulation angemacht wurde. Zudem war es schon immer so… was denkst Du was ich mir damals als neulizensierter 16-Jähriger anhören musste. Das war mir so was von egal kann ich Dir sagen! Ich mache meinen Amateurfunk nicht um anderen damit zu gefallen, ich mache das für mich.
Man kann solche Erlebnisse aber auch nutzten um sich selbst einen Grund zu geben das Lernen und die Prüfung nicht anzugehen. Andere sind schuld… perfekt!

DO-Rufzeichen sind nunmal als Einsteigerlizenzen in die Hirne eingebrannt – so waren sie ja wohl auch gedacht.

Deine Bemerkung bezüglich angeblicher „Hasstiraden“ kann ich nicht nachvollziehen, schon gar nicht in Zeitschriften. Solange Du das nicht belegen kannst, stufe ich diese Zeilen als Schwachsinnig ein. Kritik wie in diesem Artikel und in den Kommentaren sind keine Hasstiraden sondern Kritik und Diskussion.

In diesem Sinne…einfach anfangen, Prüfung machen und nicht viel Zeit vergeuden bis man möglicherweise irgendwann eine Einsteiger-Einsteiger-Lizenz zum Ausschneiden aus der Bild-Zeitung bekommt. Übrigens wenn Du Dir jetzt schon Gedanken machst wie man DO´lern umgeht, was meinst wie es mit einer weiteren Einsteigerlizenz wird ;)

73 de Ron
DL7VDX

Mai 6, 2012
Time: 15:16
#12 Gert :

Hallo Ron, leider hat meine Tastatur nicht das gemacht was ich wollte und ich nicht mehr korrekturgelesen. Also nochmal ohne Schreibfehler:

die Meinung, die du von Personen hast, die gerade versuchen, den Amateurfunk zu lernen und verzweifelt die Formeln und Elektronikfragen lernen, ist meiner Meinung der Grund, warum viele diese Prüfung gar nicht erst versuchen! Es sind nicht alle Funkbegeisterte solche Geistesgenies wie du. Deshalb sind sie nicht schlechtere Funker oder Menschen. Ich lerne bereits seit 5 Monaten und mußte öfters unterbrechen, da ich wegen meines Berufes für andere Prüfungen lernen mußte. Ich bin auch der Meinung, das man die Baugrundlagen für Sendegeräte nicht brauch, wenn man nicht selbst bauen möchte. Da solte eine Klausel ausreichen, die den Selbstbau bei den kleinen Klassen verbietet.

73 DE5GSH

Mai 6, 2012
Time: 16:31
#13 Ron :

Sorry Gert,

keine Ahnung wovon Du schreibst. Welche Meinung habe ich den von Personen die gerade versuchen den Amateurfunk zu lernen? Da bin ich jetzt gespannt. Leute die für den Amateurfunk lernen haben meinen Respekt, keine Ahnung was Du da für Dich so rausliest, ich ahne aber das es falsch ist ;) Ist doch kein Problem das Du wegen Deinem Beruf aussetzen musstest, dann machst Du später weiter. Es gibt halt Prio´s, ganz klar. Noch lange kein Grund eine zu einfache Prüfung zu etablieren.

Wer wirklich was will, kann es in seinem Leben irgendwie einrichten. Ich bin absolut kein Techniker, habe echte Probleme mit db-Rechnung und anderen Formel-Kram. Ich wollte aber unbedingt Funkamateur werden und habe mir dieses Zeug ins Hirn gebrannt. Ich war keinerlei durch Beruf, Schule, Studium oder Verwandschaft vorbelastet. Na und, wo ist das Problem meine Güte? Ich kann bin heute keinen Empfänger oder Senden bauen oder reparieren. Aber ich wusste was mir wichtig war und daraufhin gearbeitet – warum ist sowas heute ein Problem. Warum empört sich jeder wenn man für das was man haben möchte auch mal den Arsch zusammenkneifen muss. So langsam ist das Gejammer und die 1000 Gründe warum man nicht die Prüfung machen kann, nicht mehr zu ertragen.

P.S.
Was ich auch nicht verstehen kann ist, warum Leute sich durch meine Meinung von der Prüfung abhalten lassen sollen. Ich denke da unterstellst Du den Menschen zuwenig Respekt vor sich selbst und stellst mich gleichzeitig auf einen zu hohen Podest. Ich halte auch das für ausgemachten Unsinn!

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