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Hamsphere/QSOnet – virtueller Amateurfunk ist Bullshit

Eigentlich ist die Erwähnung der Software Hamsphere in dieser Rubrik „Hamradio Software“ nicht nur nicht passend, sondern auch Unsinn. Aber ich werde wohl kaum eine neue Kategorie einrichten. Diese Software hat nichts mit Amateurfunk zu tun bis auf das der Entwickler ein Rufzeichen hat und dort aus unerfindlichen Gründen als Zugangsberechtigung Amateurfunk-Rufzeichen vorausgesetzt werden. Das ist natürlich auch Unsinn, weil die Rufzeichen nicht geprüft werden (warum auch?!) und man beim Login eintippen kann was man will.

VOIP im grafischen Gewand eines Transceivers

Es handelt sich bei Hamsphere um nichts anderes als eine vergleichbare Anwendung wie z.B.  Skype, ICQ, MSN oder irgendein anderern VOIP-Messenger. Nur das man hier zusätzlich Rauschen einspielt und QRM-ähnliche Störungen trällert. Statt Listen oder Chat-Kanäle hat mir hier eben einen Abstimmknopf gewählt.

Ich habe von Hamsphere schon von längerer Zeit gehört. Als richtiger Funkamateur, der ich nun mal bin, kann ich Naturgemäß eine solche Software nicht ernst nehmen. Denn eines kann keine Software der Welt bis heute simulieren oder erzeugen. Ich spreche von Seele, einem Gefühl oder im doppeltem Sinne einer Atmosphäre  – all das kann Hamsphere nicht. Auch nicht wenn der Name der Software das suggerieren soll – der Name ist eine glatte Lüge :) Dieser Chat-Client, mehr isses nicht, hat weder was mit einer Sphere zu tun noch mit Amateurfunk.

Des Weiteren kostet diese Software Geld, zwar nicht viel aber immerhin. Man kann die Java-Software 3 Tage testen und dann muss man bezahlen. Pro Jahrkostet die Amateurfunk-Simulation 32$ oder 24€.

Hamsphere - Pre-Paid für simulierten Amateurfunk

Hamsphere – virtueller Bezahl-Amateurfunk

Nach meiner persönlichen Meinung, wäre dieses Geld eine absolute Fehlinvestition. Skype ist kostenlos. Dort kann man sein Rufzeichen als Usernamen angeben und auch mit anderen Ham´s schreiben oder sprechen – sogar mit Videocam. Das Rauschen könnte man sich aus einem Empfänger holen oder ein gespeichertes MP3 abspielen :) Da man, wie bereits erwähnt, ein Gefühl, ein Feeling nicht simulieren kann, braucht ein Funkamateur kein Hamsphere. Wer meint, dies wäre eine alternative für Antennenverbot oder andere Widrigkeiten, der irrt. Man kann, wenn man den wirklich will, von überall und mit minimalsten Mitteln funken. Zu Hause werfe ich einen dünnen Draht aus dem Fenster und mit etwas Mühe bekomme ich diesen resonant und kann funken, PSK oder CW sind nie ein Problem.

In den Newsgroups konnte ich vor kurzem einen guten Vergleich lesen. Amateurfunk funktioniert über das Internet, hier ist Echolink nicht unbedingt gemeint, genauso wenig wie eine Bluttransfusion über das Internet funktionieren würde.

Es gibt Dinge im Leben die lassen nicht nicht Virtualisierung, simulieren oder über das Internet versenden. Amateurfunk gehört ganz klar dazu! Hamsphere, QSO100 sind auch keine Alternative zum Amateurfunk – weil Amateurfunk Alternativlos ist.

HAMRADIO IS A FEELING – NOT A SOFTWARE!

…wie immer Meinungen, Kritik und Anmerkungen sind über die Kommentarfunktion sehr willkommen!

Kategorie: Amateurfunk Software Stichworte: 

24 Responses to "Hamsphere/QSOnet – virtueller Amateurfunk ist Bullshit"

  1. Geert sagt:

    Wieso gibt es dan soviele Ham opr. auf Hamsphere??
    Sogar viele Deutsche HAMS.
    Ein KLASSE prg.
    2020 lauft alles übers internet,auch eure >HF’s
    Gr 13HS575

  2. Geert sagt:

    Noch etwas: in der 30 jahren ist der SSB in gebrauch genommen, und jeder funkamateur hat gesagt ,DAS brauchen wir nicht, aber 10 jahre später was es nicht mehr weg zudenken.
    Wenn was neues auf der markt komt ,wird im vorauf schon BULLSHIT geschrieen,aber (stand sep.2010) sind 45.000 gebraucher angemeldet wovon fast 11.000 actief.

    Gr Geert

  3. DL7VDX sagt:

    „Wieso gibt es so viele HAM auf Hamsphere“ Also ich sehe auf der Startseite von Hamsphere 44.893 registrierte User, wie viele Online sind kann man leider nicht sehen. Auf jeden Fall sind deine vielen User absolut relativ zu betrachten. Selbst ich und einige Freunde von mir haben dort einen Account. Wir und sicherlich hunderte andere echte Funkamateure haben dort einen Account gemacht um zu sehen was hinter Hamsphere steht um danach nie wieder das System zu betreten. Also immer schön geschmeidig bleiben bei Userzahlen :)

    Zudem hast Du offensichtlich das Hauptanliegen des Artikels nicht verstanden. Ich habe absolut nichts gegen solcher Art von Software. Es soll doch jeder machen was er für richtig hält. Zusätzlich freue ich mich für Menschen die ein Konzept entwickelt haben, welches auch wirtschaftlichen Erfolg hat.

    Was Du eben nicht verstanden hast: „Amateurfunk ist keine Software“

    Aber diesen Anbieter, diese Software als Amateurfunk zu bezeichnen ist in meinen Augen absoluter Blödsinn und Absurd. Es handelt sich hier um eine VoIP-Anwendung mit einer speziellen Usergruppe die durch ein Abo-System zugriff erhält. Hamsphere hat ein keiner Stelle Kontakt zum Amateurfunk, weder durch Gateways noch ist es angeschlossen an Relais wie zum Beispiel Eochlink. Die einzige Verbindung des Voice over IP-Dienstanbieters ist ein gewisser Prozentsatz an Usern die eine Amateurfunk-Lizenz besitzen.

    Sicherlich wird sich der Amateurfunk verändern. Aber das tut er bereits seit fast 100 Jahren, sowas nennt man „Entwicklung“. Und Entwicklung bedeutet auch dass sich Technologien und Methoden überleben und neue kommen werden. Aber das, Deiner Meinung nach, 2020 der Amateurfunk ausschließlich über das Internet stattfinden wird, zeigt das Du wenig vom Amateurfunk weißt. AmateurFUNK kann nicht ausschließlich über das Internet stattfinden, weil das ein Paradoxon wäre… Das wäre wie kaltes Feuer oder trockenes Wasser.
    Wenn Du Dich traust Deine Prognose zu vertreten… ich wette mit Dir 1000€ das am 01.01.2021 die Kurzwellen-Bänder voll sind mit Leuten sind die wissen was Amateurfunk ist.

    In diesem Sinne und viel Spaß mit Deinem virtuellen Transceiver, immer eine resonante Antenne und glühende Endstufen-Röhren.
    Ron
    DL7VDX

  4. Geert sagt:

    Ja ja schöne Gr. vo PE1KMD..30 jahre funk amateur.
    „73

  5. dl7vdx sagt:

    Tut mir leid, aber ich kann mit dieser Antwort nicht so wahnsinnig viel Anfangen.
    Aber wenn Du 30 Jahre Funkamateur bist, oder besser Rufzeicheninhaber, warum bist Du nicht aktiv? Jeder Funkamateur der ein paar QSOs fährt erscheint in irgendwelchen Logs und somit im Internet. Dein Rufzeichen hat kein Suchergebniss :)
    Mach doch mal ein bisschen Funkbetrieb und Du wirst den Unterschied zwischen einer installierten Software und echten Amateurfunk sofort bemerken.

    73 de Ron – vielleicht trifft man sich ja mal auf Kurzwelle
    DL7VDX

  6. jke sagt:

    Wasn Quatsch. Wer soll das nutzen? Das ist wie zu McDreck gehen und Salat bestellen. Also Afu darf gerne digital sein, aber das hier ist echt total unnötig.

    Sollen die lieber mal eine gescheite SDR App fürs iPhone entwickeln.

  7. HB9ERD sagt:

    Ich sehe einen Anwendungszweck, der Sinn machen könnte, nämlich die Simulation von QSOs für die Schüler in meinem Afu-Kurs. Bei uns in HB9 gibt es leider keine Ausbildungsrufzeichen und so entfällt leider die Möglichkeit, die Betriebstechnik aktiv (und nicht nur als SWL) in der Praxis zu erlernen.

    Ansonsten stimme ich allerdings DL7VDX zu. Afu-Feeling kommt nur bei echten QSOs mit echter Wellenausbreitung auf.

    Und schade, dass Hamsphere offensichtlich kostenpflichtig ist. Das verhindert schon mal den Einsatz bei mir an der Schule, wo es für sowas keine Geldtöpfe gibt.

  8. admin sagt:

    Hallo lieber Funkfreund Udo – HB9ERD,

    als ich mit dem sogenannten HF-Bazillus infiziert wurde, war ich nichtmehr zu bremsen. Ich habe Stunden und Tage als SWL vor dem RX gesessen und QSL-Karten versendet. Ich habe ungeduldig und zielstrebig auf die Lizenz hin gearbeitet. Ich habe förmlich darauf gebrannt endlich an der Funkstation zu sitzen und auf Kurzwelle Betrieb zu machen.

    Dieses Gefühl und dieses, ich nenne es mal poetisch „Feuer“, entwickelt man wenn man mit dem HF-Bazillus infiziert ist. Und diesen kann man sich nicht am einem Computer einfangen, das ist ausgeschlossen. Daher ist es ein glücklicher Umstand das dieser Voice over IP-Dienst kostenpflichtig ist.

    Warum muss den der Nachwuchs gleich alles tun können müssen. Warum muss immer gleich alles verfügbar gemacht werden. Was sofort da ist, kann keinen ideellen Wert entwickeln und ist somit ein denkbar schlechtes Marketing-Instrument weil eben nichts oder nur sehr wenig zurück fließt.

    Du als Funkamateur wirst doch sicher einen TRX oder RX haben. Nimm ihn mit an die Schule und werfe ein paar Meter Draht aus dem Fenster. Ich könnte ohne Unterbrechung 2 Stunden über das Sprechen was man mit einem Kurzwellenempfänger hört, warum man es hört, wann man es nicht hört. Wie sich Amateurfunk anhört, wie man SINNVOLL PC und Amateurfunk verbindet etc. pp. – Das kannst Du ganz sicher auch!

    Eine Simulation kann nur simulieren, nachempfinden und nichts vom Amateurfunk repräsentieren. Daher halte ich es persönlich für falsch, VOIP-Software ohne physikalische Verbindung zum Amateurfunk in die Nähe von Amateurfunk zu bringen.

    vy 73
    Ron

  9. Dietmar, DL4HAO sagt:

    Tja, ich habe das auch ausprobiert, dachte zuerst, es ist ein echtes Web-SRD und man kann auch damit wirklich von Zypern aus Kurzwelle live empfangen. Und gegen Gebühr dann mit von ihm geprüften Call dann auch senden. Aber zum Glück habe ich nichts bezahlt und meinen Account wieder löschen lassen als ich feststellte, dass das alles „Fake“ ist und man keinen echten Kurzwellenempfang hat. Euch allen ein schönes Weihnachtsfest, vy 73 aus Schleswig-Holstein, Dietmar, DL4HAO

  10. DL3BAA sagt:

    Auch ich habe einmal damit gespielt und es sofort wieder vergessen. ACH ja: bekam dann noch eine Mail, dass dieses Prgramm nun auch noch Geld kosten soll.

    Dann lieber Echolink oder skype via iPhone :-)))
    cu de DL3BAA,Michael

  11. Geert sagt:

    LAST SEEN

    DL3BAA Michael Reinhardt GERMANY 10/12/2008 01/30/2011
    DL7VDX ron GERMANY 05/09/2010 08/29/2010

    Ham Radio Software Transceiver – User info
    User callsign:
    DL7VDX [ Show all posts ]
    User status:
    Subscriber
    Name:
    ron
    QTH:
    berlin
    Country:
    GERMANY
    Registered:
    2010-05-09 18:15
    Last Activity:
    2010-08-29 13:49

    Ron hat sogar bezahlt!!!!!!!
    Und Michael ist neugierig was dar so lauft(Last seen 31.01.2011)
    LG PE1KMD

  12. Geert sagt:

    #10 DL3BAA : Auch ich habe einmal damit gespielt und es sofort wieder vergessen. ACH ja: bekam dann noch eine Mail, dass dieses Prgramm nun auch noch Geld kosten soll.

    Dann lieber Echolink oder skype via iPhone :-)))
    cu de DL3BAA,Michael

    Und noch immer auf Hamsphere:Last seen 31.01.2011

    Und Ron hat sogar bezahlt!!!!

    Deleted: klein klein Ron

  13. Ron - DL7VDX sagt:

    ach Geert… Du bist ein lustiges Männlein. Keine Ahnung was Du überhaupt mit Deinen peinlichen Kommentaren bezwecken möchtest.

    Ich bin Dir aber dennoch dankbar für Dein Unterhaltungsprogramm im Stile von RTLII.
    Zu Deinen Kommentaren: Du hast offenbar weder vom Amateurfunk einen blassen Schimmer noch von der Software die Du verwendest und mit Amateurfunk verwechselst.

    Wie kommst Du dazu zu behaupten, dass ich für die VOIP-Software einen den Abo-Preis bezahle? Die Behauptung ist entweder Deiner Unzulänglichkeit zuzuschreiben oder einer Lüge. Sicher, ich habe vor einiger Zeit den kostenlosen Demo-Zugang benutzt um zu probieren was diese Voice over IP-Lösung zu bieten hat und warum sie sich mit dem Label „Amateurfunk“ schmücken will. Das ist der Grund warum Du mein Rufzeichen findest wenn Du meine Spuren im Internet suchst.

    Du kannst gerne diese Link klicken: http://www.hrdlog.net/ViewLogbook.aspx?user=DL7VDX
    Hier findest Du QSOs von mir, echte QSOs! Du kannst sicher sein, das ich zwar Skype verwende, aber kein Hamsphere, QSOnet oder anderes dieser Art. Weil es sinnlos ist wenn man aktiver Funkamateur ist, vielleicht kannst Du das irgendwie verstehen.

    Mein Urteil bleibt „virtueller Amateurfunk ist Bullshit“
    HAMRADIO IS A FEELING – NOT A SOFTWARE!
    73 de Ron

  14. DO1MDE Mike sagt:

    …also ich weiß nicht – so einen Müll braucht kein Mensch – da hat ja selbst Echolink mehr „Amateurfunkcharakter“ als diese Spielzeugsoftware die null Afu-Feeling rüberbringt. Verstehe sowieso nicht warum man so einen Bockmist nutzen muss wenn man soviele freie und gute Frequenzen/Bänder hat auf denen richtig was los ist bzw. man was machen kann…

    ….für Nichtlizenzler vielleicht zu Übungszwecken verwendbar…? Hihi….

  15. Ron - DL7VDX sagt:

    Hi Mike,
    vielleicht kann man auch an solchen Auswüchsen die Veränderungen innerhalb Gesellschaften erkennen. Heute muss alles bunt, kostenlos, einfach und nach Möglichkeit irgendwas mit dem Internet zu tun haben. Sich mit Dingen intensiv zu beschäftigen und irgendwo kompetent zu sein ist heute offensichtlich „uncool“. Das Ergebnis kann man gut auf Sendern wie RTLII oder bei DSDS beobachten – die Leute fallen aus allen Wolken wenn ihnen nach über 20 Lebensjahren zum ersten Mal hören das sie nicht singen, oder prinzipiell nichts, können. Das wird natürlich gefördert durch z.B. Fehlinterpretationen von Werbebotschaften ähnlich wie „Du kannst alles mit nichts erreichen“ oder „Du kannst alles sein, Du musst es nur wollen“ – Nur durch das wollen wird man nicht Funkamateur – da hilft auch keine kostenpflichtige VoIP-Software.

    Wir weit das das „Versagertum“ in den Amateurfunk vorgedrungen ist, kann man auch in Antons Beitrag, zweiter Absatz, lesen http://funkperlen.wordpress.com/2011/02/12/lego-funker/

    Wer weiß was wir noch erleben dürfen, immerhin arbeitet man tatsächlich zielstrebig für eine Volldonky hin. Warum man solch eine Selbstdemontage anstrebt, ist mir jedoch ein Rätsel. Ein probates Mittel zur Mitgliedergewinnung ist das definitiv nicht!!!

    73 Ron

  16. Jürgen - DF5WW sagt:

    Bevor ich 2008 wieder aktiv wurde hatte ich, um mal wieder reinzuhören, mit Echolink gespielt. Das geht wenigstens teilweise über HF und ist somit keine reine VoIP-Anwendung. Auch bei cq100 hatte ich mich registriert aber nicht einmal „Pseudo-QSO“ dort gemacht.

    Nachdem dann das erste Funkgerät wieder im Shack stand waren solche „Softwareprojekte“ bei mir kpl. vom Rechner verschwunden …..

    Die Meinung von Geert das man damals bei SSB auch gemeckert hat mag ja stimmen aber immerhin war der Weg die Aussendung von HF. Hamsphere & Co. sind und werden niemals ein Ersatz für „echten“ Funkbetrieb sein. Wer keine Antenne aufbauen darf sollte lieber in die Natur fahren und mit GFK-Mast etc. schnell was aufbauen und ein paar Stunden Betrieb machen wann immer möglich. Unterdachantennen funktionieren auch ganz prima wenn man entsprechend baut und und und ……

    Hamsphere & Co. ist so nötig wie ein Kropf und in 30 Jahren wird sich das auch nicht durchgesetzt haben aber wahrscheinlich haben bis dahin die Funkamateure die ganze Kurzwelle für sich weil alle anderen Funkdienste auf Satellitenfunk etc. umschwenken ….. Wird zwar eng mit dem Alter aber ich hoffe ich kriege noch einen Teil davon mit :-))

    73´s Jürgen, DF5WW

  17. DG1XG sagt:

    Hallo Ron
    Du sprichst mir aus der Seele! Ich könnte mir noch nicht einmal ansatzweise vorstellen, diesen virtuellen Klamauk anzutesten. Selbst Echo Link stehe ich zwiespältig gegenüber. Als ich zu Gast bei 7Z1UG in Riyadh war, fand ich es ganz lustig, via Echolink auf dem Heimatrelais mit den „Heimgebliebenen“ zu plaudern. Aber dort dann auch noch QSL zu verschicken… Für mich liegt der Reiz des Amateurfunkes darin, z.B. (ich übertreibe mal) mit dem Ohr auf dem Lautsprecher, tief im Rauschen noch etwas zu hören. Deshalb kann ich mich auch für D-Star nicht erwärmen. PSK und RTTY z.B. mache ich sehr viel. Außerdem will ich auch CW noch mal erlernen. Sollte es tatsächlich soweit kommen -was ich nicht glaube- dass QSO nur noch via Internet geführt werden, was einer meiner Vorredner ansprach, soll das machen wer will aber OHNE MICH! In diesem Sinne… vy 73 es dx de Gerd DG1XG

  18. Loisl sagt:

    Bin begeisterter Hamsphere-User und durch diese Software endgültig dazu inspiriert worden, die AFU-E-Lizenz zu machen. Sicherlich spielt es die HF nur vor, dafür heißt es ja auch „…sphere“. Es ist aber zum „Feuer fangen“ zur Lizenz und für chancenlos Antennengeschädigte zumindest eine Ergänzung. Gegenargumente: Fernschreiben über HF – wieso nicht Fax, SMS, Chat, email…? ATV-dafür gibt´s Skype usw. Und der Überhammer ist, ein Handy als „Mittelsmann“ zum HF-Funk zu benutzen. Bei Letzterem hört für mich endgültig der Amateurfunk auf. Dann schon lieber Rauschen vorgaukeln lassen als ein Handy neben die Funke zu legen. Sorry, ich kann viel in unserem vielseitigen Hobby verstehen, aber ein Handy für AFU zu benutzen, nee nee nee

  19. 13HS181 Michael sagt:

    Hallo zusammen!

    Durch Zufall nur habe ich eure Diskussion hier im Internet über Hamsphere mitbekommen. Zunächst mal Eines, Hamsphere sollte zu KEINER Zeit den Amateurfunk ersetzen, geschweige denn als „Amateurfunk“ gelten.
    Ich habe selber einen Artikel über Hamsphere in der Zeitung „Funkamateur“ veröffentlicht, da ich es interessant fand, auch diesen Aspekt der virtuellen (Internet-)QSO´s zu führen.
    Es ist vollkommen klar, das „Funk via Internet“ das wahre Gefühl einer reellen QRG niemals ersetzen kann oder wird.
    Dennoch, auch ich habe durch Hamsphere endlich meine Lizens angepackt und werde wohl endlich in ein paar Wochen in Reutlingen aufschlagen.
    Ich möchte aber mal eben den Sinn des Amateurfunks ansprechen: Der Amateurfunk dient laut Deffinition der Völkerverständigung, und und…..
    Genau dieses findet via Hamsphere statt. Diejenigen Funkamateure, die Hamsphere nutzen, schätzen z.B. die „Klönrunden“ oder Diskussionen (zumeist in englischer Sprache). So manch ein SWL oder OM hat hier dadurch seine Englischkenntnisse aufgebessert.
    Wenn ich manchmal über die Bänder kurbel höre ich allerdings im realen Amateurfunk außer den Ortsrunden vor allem folgendes: „…..signal 59, 73, good luck….“. Das ganze QSO dauerte nicht einmal eine Minute.
    Sicher, das liegt am Contestbetrieb, Ausbreitungsbedinung, der Masse der anrufenden Stationen….
    Gerade aber bei Hamsphere fallen genau diese Punkte erstmal weg. Der Anrufende hat also die Möglichkeit, genau so zu verfahren, oder sich auf ein Gespräch einzulassen, sei es persönlicher Art oder über gerade Funktechnik. Dies kommt oft genug im realem Funkbetrieb nicht mehr vor.
    Was ich damit ausdrücken will ist, Hamsphere kann und sollte niemals den Amateurfunk ersetzen!
    Ich sehe es als als ein Bonbon an, Amateurfunk richtig betreiben zu können und Menschen, die eben aus unterschiedlichen Gründen heraus nie eine Lizens machen können, ein Gefühl zu geben, wie es in etwa sein könnte.
    Befriedinged war das für mich nie (Vater auch Funkamateur). Für Übungszwecke ist es aber nicht verkehrt, da die Regeln dieses Programms ganz klar 1:1 denen des Amateurfunk entsprechen.
    Es gibt bei Hamsphere einen entscheidenen Vorteil vor anderen Internet-Quassel-Programmen: Teamspeak und Co. werden nach bekannter CB-Manier betrieben, Hamsphere dagegen eben NICHT.
    Daher sage ich, eine Alternative Funk ist diese Anwendung keinesfalls, aber für Übungszwecke gar nicht mal so übel (sende dort übrigens auch in CW).

    73 de (noch) 13HS181, Michael

  20. DL4MFH Alfons sagt:

    naja, i hab keine antennen und werd so schnell keine bekommen. also bin i zu haus auf netz angewiesen.

    mir gefällts, i finds a tolle sache, es ist näher an der welle als alles andere.

    ich für mich finde das gut!

    73 gd dx – also on network

  21. Ron sagt:

    naja.. es behauptet ja niemand das VoIP schlecht ist… ich nutzte Skype jeden Tag… aber sowas in Verbindung mit Amateurfunk zu bringen ist aus meiner Sicht absurd. Nur weil ich via Skpye oder ICQ mit Funkamateuren spreche würde ich nie auf die Idee kommen dieses Gespräch als Amateurfunk oder QSO zu bezeichnen. Selbst dann nicht wenn ich auf irgendwelche Art und Weise Rauschen einspielen würde. Ich habe auf meinem Dach auch keine Antenne, jedoch fahre ich im Jahr mehrere hundert bis tausend QSOs… Portabel, in der Klubstation etc pp. Kein Mensch würde auf die Idee kommen sich als Musiker zu bezeichnen nur weil man in der Lage ist eine CD zu kaufen.

  22. Jeder hat das Recht, seine Meinung öffentlich Kund zu tun, aber man sollte „sich am Riemen reißen“, wie das so schön heißt. Und wenn einer, wie Ron sich so aus dem Fenster lehnt, sollte er vorsichtig sein, dass er nicht raus fällt.

    Ich will mich einmal vorstellen: Ich habe bei HamSphere den Account DE1WSV. Dieser Account wurde mir als DARC-Mitglied verliehen. Ich bin beim DARC eine Deutsche Empfangsstation. Ich bin mittlerweile 71 Jahre alt und würde gern am Amateurfunk teilnehmen. Ich bin 70 % schwerbeschädigt, habe kein Auto mehr und ich darf an meinem Balkon keine Funkantennen – sei sie auch noch so klein – anbringen. Von einem befreundeten Liz. Funkamateur bekam ich ein 11 Meter Funkgerät mit allem Zubehör geschenkt. Die Antenne: eine 1,10 Meter lange Funkantenne, die ich auf einem 8 cm Kantholz befestigt habe das ich mit zwei Schraubzwingen am Stahlbeton Balkon befestigt habe. 2 Tage später erhielt mein Vermieter ein Schreiben, dass er mir verbieten sollte, diese Antenne zu benutzen.

    Ich habe mich dran gesetzt, für die Ablegung der Amateurfunkprüfung zu lernen. Was mir Schwierigkeiten bereitete ist die Abteilung Technik. Damit hatte ich in meinem Leben nie was zu tun gehabt. Alles andere zu lernen ist für mich ein Kinderspiel. Aber nun stelle ich mir die Frage: Wozu soll ich „Technik“ lernen und die Prüfungsgebühr und Lizenzgebühr an die Netzagentur bezahlen, wenn ich noch nicht einmal eine Mini Funkantenne für eine BAOFENG UV-5Rbenutzen kann. Ich wohne in Richtung Westen und mein bester Einzugs- und Empfangs Bereich liegt in Richtung Ost-Südost hinter meinem Stahlbetonbau. In einem solchen Falle ist es schon reichlich, wenn man die Jahresgebühr für den DARC bezahlt. Und dieser wird auch im Jahr 2015 kräftig erhöht.

    Wenn ich für den Account bei HamSphere die 30,00 Euro bezahle bin ich doch tausendmal besser dran, was eine große Auswahl meiner QSL-Karten beweist. http://www.qsl.net/de1wsv

    Der DARC prahlt groß, dass es die vornehmste Aufgabe der Funkamateure ist, die Funkgeräte und Zubehör selbst zu bauen. (Siehe CQDL Ausgabe 8-2014 Seite 17 „Das Zitat zur Messe“)

    Wozu gibt es dann die HamRadio in Friedrichshafen, wo sich die Funkamateure die Geräte selbst kaufen können und sollen, ohne den Stress mit dem Lötkolben zu haben.

    Hallo Ron, Ich glaube, Du hast Dich in ein schlechtes Nest gesetzt.

  23. Ron S. sagt:

    Also mein Lieber SWL Wolfgang … wenn Du tatsächlich meinst mir raten zu müssen das ich mich am Riemen reißen soll, dann kann ich dies nur höflichst zurückgegen. Ich glaube nicht, das du mit die Fahrrinne auf meiner Webseite vorgibst. Wenn du mir dass noch ans Herz legst das ich vorsichtig sein soll nicht aus einem Fenster zu fallen, ist das nicht nur äußerst anmaßend sondern auch sehr sonderlich. Man könnte fast meinen Du spricht eine Drohung aus, nun gut, bei derzeit über 30 Grad Außentemperatur sehe ich dir das diesmal nach.

    Vielleicht ist ja auch deine Betriebstemperatur etwas erhöht. Denn ich verstehe die Bezüge zwischen einen VOIP-Anbieter und dem DARC nicht. Was hat das eine mit dem anderem zu tun? Vielleicht hättest du ja auch mal alle anderen Kommentare und vor allem den Artikel mal gelesen. Denn dann hättest du mit Sicherheit verstanden, dass dir niemand deine Software wegnehmen will. Ich jedoch meine eigene Meinung dazu habe und auf eine Zustimmung nicht angewiesen bin. Niemand zwingt dich „Technik“ zu lernen, das ist ja im z.B. CB-Funk nicht nötig. Deine Antennensituation ist denkbar schlecht, meine übrigens ebenfalls. Was aber keinesfalls meine Meinung zum Thema beeinflusst.

    Ein Auto ist zwar immer hilfreich aber nicht nötig um eine Amateurfunk-Prüfung abzulegen. OV-Kollegen helfen dir bestimmt gerne, zumindest ist das in meinem OV so – auch mal mit kleinen Transport-Diensten. Fast jeden Dienstag holt jemand ein über 90jähriges OV-Mitglied ab und fährt es auch wieder nach Hause. Er kann fast nichts mehr sehen und laufen wird auch nicht besser – er fährt fast jeden Tag auf KW QSOs.

    Niemand wird dir das Recht absprechen für VOIP zu zahlen um ein wenig amateurfunkähnliche Geräusche aus deinem Computer zu entlocken. Aber mit Verlaub, das ist kein Amateurfunk.

    Wolfgang, ich habe mich in ein schönes Nest gesetzt, auch wenn es dir nicht gefällt, ich fühle mich wohl darin.

  24. OU4ZZ sagt:

    Schöner Vergleich, das mit dem Blutspenden… ;)

    73 de Bert

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DL7VDX, Ron, DOK D20 .